Trump: Russland untergräbt internationales Vorgehen gegen Nordkorea

US-Präsident Donald Trump hat die russische Regierung wegen ihrer Haltung im Nordkorea-Konflikt scharf attackiert. "Russland hilft uns bei Nordkorea überhaupt nicht", sagte Trump

US-Präsident Donald Trump hat die russische Regierung wegen ihrer Haltung im Nordkorea-Konflikt scharf attackiert. "Russland hilft uns bei Nordkorea überhaupt nicht", sagte Trump am Mittwoch in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Er warf der Regierung in Moskau vor, die internationalen Sanktionen gegen Pjöngjang zu untergraben. Der Beitrag, den China zur Isolation Nordkoreas leiste, werde durch Russland wieder aufgehoben.

Nordkorea komme seinem Ziel, die USA mit Atomwaffen anzugreifen, immer näher, sagte der US-Präsident. "Sie sind noch nicht so weit, aber sie sind nah dran."

Bei einer Konferenz in Kanada hatten die USA und mehrere Verbündete am Dienstag über den Nordkorea-Konflikt und die konsequente Durchsetzung von Sanktionen gegen das isolierte Land beraten. An den Gesprächen nahmen Außenminister aus 20 Ländern teil. China und Russland, die wichtigsten Handelspartner Nordkoreas, blieben dem Treffen fern.

Die Spannungen wegen des nordkoreanischen Atomwaffen- und Raketenprogramms hatten sich in den vergangenen Monaten verschärft. Grund dafür waren unter anderem mehrere Raketentests und der bislang gewaltigste Atomtest Pjöngjangs sowie ein heftiger verbaler Schlagabtausch zwischen Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un.

Seit Jahresbeginn kam jedoch Bewegung in den Konflikt. In der vergangenen Woche trafen sich erstmals seit mehr als zwei Jahren Regierungsvertreter aus Nord- und Südkorea zu direkten Gesprächen. Neben der Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen verständigten sich die seit Jahrzehnten verfeindeten Nachbarstaaten auf Schritte zur militärischen Deeskalation.