Trump rückt von Pauschalverbot für Rekrutierung von Transgender ab

US-Präsident Donald Trump ist von seinem Pauschalverbot für die Aufnahme von Transgender in die Streitkräfte abgerückt. Trump veröffentlichte am Freitag ein Memorandum, in dem er sein im August veröffentlichtes Memorandum über einen generellen Aufnahme-Stopp zurückzog. Die Entscheidung über den Umgang mit Transgender überließ er seinen Ministern für Verteidigung und Heimatschutz.

"Ich ziehe mein Memorandum von August zurück", erklärte Trump. Damals hatte er das Pentagon angewiesen, künftig grundsätzlich keine Transgender mehr in die Streitkräfte des Landes aufzunehmen. Zwei Bundesgerichte setzten die Anordnung vorläufig außer Kraft.

Das Pentagon will nun Ausnahmen zulassen: Es veröffentlichte am Freitag einen Bericht von Verteidigungsminister James Mattis an Trump, in dem zwischen Transgender mit und ohne Geschlechtsumwandlung unterschieden wird. Nach dem Willen des Pentagon sollen diejenigen Transgender vom Militärdienst ausgenommen werden, die sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen haben oder dies vorhaben. Andere sollen "in ihrem biologischen Geschlecht dienen" dürfen.

Transgender ist ein Oberbegriff für Menschen, die sich im falschen Körper geboren fühlen sowie für solche, die sich keinem eindeutigen Geschlecht zuordnen. Unter den 1,3 Millionen aktiven Mitgliedern der US-Streitkräfte gibt es Schätzungen zufolge zwischen 1320 und 15.000 Transgender.