Trump und Putin wollen Gespräche bei Treffen in Washington und Moskau fortsetzen

Donald Trump und Wladimir Putin

US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin wollen ihre bilateralen Gespräche bei Besuchen in Washington und Moskau fortsetzen. Putin nahm am Freitag eine Einladung Trumps nach Washington an und lud den US-Präsidenten seinerseits nach Moskau ein. Trump ließ mitteilen, dass er für eine solche Reise offen sei. Termine wurden noch nicht genannt.

Der Kreml-Chef machte bei einem Besuch in Südafrika klar, dass die Initiative für die Begegnungen von Trump ausgehe: "Trump wünscht weitere Treffen in der Zukunft, und ich bin bereit." Nach Washington werde er aber erst dann reisen, wenn die politischen Voraussetzungen erfüllt seien. Die persönlichen Treffen mit Trump seien "nützlich" und "notwendig", fügte Putin hinzu.

Das Weiße Haus erklärte daraufhin: "Präsident Trump freut sich darauf, Präsident Putin nach dem ersten Treffen des Jahres in Washington zu empfangen, und er ist offen für einen Besuch in Moskau, sobald eine förmliche Einladung eingeht."

Die Anbahnung der Begegnungen war auf US-Seite holprig verlaufen. Trump hatte Putin nach der ersten bilateralen Begegnung in Helsinki zunächst für den Herbst nach Washington eingeladen - zum Erstaunen auch seiner engen Mitarbeiter. Am Mittwoch dann verschob das Weiße Haus den Besuch auf einen nicht näher bestimmten Termin im kommenden Jahr.

Putin äußerte sich am Freitag gelassen zu den Turbulenzen auf US-Seite. "Das Leben geht weiter und unsere Kontakte gehen weiter trotz der Schwierigkeiten in der US-Innenpolitik", sagte der Kreml-Chef in Johannesburg. Den US-Präsidenten werde er als nächstes am Rande des G-20-Gipfels in Argentinien im November treffen. "Kontakte auf höchster Ebene sind nötig" sagte er. "Man kann nicht alles am Telefon diskutieren."

Trump und Putin hatten am Montag vergangener Woche in Helsinki ihren ersten bilateralen Gipfel abgehalten. Trumps Auftritt sorgte in Teilen der US-Öffentlichkeit für große Empörung, weil er es bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin vermieden hatte, die mutmaßlich von Russland ausgegangenen Cyberattacken auf die US-Demokraten im Wahlkampf zu verurteilen.