Trump-Pressesprecherin Sarah Huckabee Sanders erntet Spott für Foto vom Schießstand

Seit Juli 2017 ist Sarah Huckabee Sanders die Pressesprecherin des Weißen Hauses. (Bild: AP Photo)

Die Republikanische Partei hat traditionell enge Verbindungen zur Schusswaffenlobby. Nun postete die Pressesprecherin von Donald Trump ein Foto, das sie mit einem Gewehr im Anschlag zeigt. Auf Twitter spekulieren die User nun, ob die 35-Jährige überhaupt schießen kann.

Sarah Huckabee Sanders hat einen wichtigen Job inne: In ihrer Funktion als Pressesprecherin des Weißen Hauses ist sie die erste Ansprechpartnerin für Pressevertreter, wenn es um Fragen bezüglich des Präsidenten oder der Regierungspolitik geht. Damit ist sie der primäre Kanal zwischen der US-Administration und der medialen Öffentlichkeit.

Dass Sanders sich nun auf ihrem offiziellen Twitter-Account beim Gewehrschießen präsentiert, könnte man als republikanische Werbemaßnahme für die Schusswaffenindustrie werten. Schließlich steht die Partei der „National Rifle Association“ (NRA) sehr nahe. Doch einige Twitter-User munkeln, dass die 35-Jährige den Umgang mit einem Gewehr in Wahrheit gar nicht beherrscht.


Zu ihrem Foto schrieb Sanders: „Wieder zu Hause, wo wir mehr gelernt haben, als nur Pekankuchen zu backen.“ Damit spielte Sanders auf einen früheren Tweet an, in dem sie sich beim Kuchenbacken präsentieren wollte – und anschließend von US-Korrespondentin April Ryan mit der Frage konfrontiert wurde, ob sie diesen Pekankuchen überhaupt selbst gemacht habe.

Nach dieser als „Piegate“ betitelte Kuchendiskussion – die durch eine Demonstration von Sanders’ Backkünsten beigelegt wurde –  fragen sich nun Sanders‘ Follower, wie es um ihren Umgang mit Schusswaffen steht. Ein User schrieb: „Du hältst das Gewehr komisch – so, als ob du nicht wüsstest, wie man schießt.“


Ein anderer User erwiderte: „Ja, sehe ich genauso. Es sieht aus, als ob sie bloß für das Foto posiert. Sie verletzt sich ihre Schulter, wenn sie so abfeuert.“


Der gleiche User schob noch einen Tweet hinterher, auf dem zu sehen ist, wie eine korrekte Schusshaltung aussieht.


Und zwar muss der Ellbogen weiter oben sein und die Wange den Schaft berühren. Daher schrieb ein anderer User: „Hättest du die echt abgefeuert (anstatt einfach nur zu posieren), wäre sie dir ins Gesicht geschlagen. Nur zur Info.“

Bei „@alt-uscis” handelt es sich um einen Trump-kritischen Account, der von einem anonymen Kollektiv betrieben wird. Dahinter sollen Mitarbeiter des Heimatschutzministeriums stecken, die mit der Einwanderungspolitik der aktuellen Regierung unzufrieden sind.

 


Dieser User störte sich vor allem daran, dass Sanders in ihrer Rolle als Pressesprecherin des Weißen Hauses auch eine Vorbildfunktion ausübt und sie in solchen Inszenierungen zu vergessen scheint: „Kein Augenschutz, kein Gehörschutz. Danke für dieses ‚verantwortungsbewusste’ Beispiel des Sportschießens.“