Trump peilt Gipfel mit Kim Jong Un für "Mai oder Anfang Juni" an

US-Präsident am Montag bei einer Kabinettssitzung

US-Präsident Donald Trump peilt für sein geplantes Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un ein Datum im "Mai oder Anfang Juni" an. Dies sagte er am Montag vor Beginn einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Die Einladung zu dem Gipfel war Anfang März von Kim ausgegangen und von einem südkoreanischen Regierungsvertreter an Trump übermittelt worden.

Damals hieß es noch von südkoreanischer Seite, das Treffen solle "bis Ende Mai" stattfinden. Trump schob nun also den Zeitrahmen für das Treffen etwas weiter in die Zukunft. Mit seiner erstmaligen eigenen Äußerung zu einem Termin für den Gipfel suchte der US-Präsident aber offenbar zu untermauern, dass er die Planungen für das Treffen vorantreibt.

Zuletzt waren Zweifel daran aufgekommen, dass der Gipfel tatsächlich stattfinden wird. Am Wochenende bestätigte jedoch dann laut Zeitungsberichten ein US-Regierungsvertreter, dass die nordkoreanische Führung erstmals direkt gegenüber Washington ihren Willen zu Gesprächen über atomare Abrüstung bekundet habe. Bislang hatte nur die südkoreanische Regierung eine entsprechende Botschaft aus Pjöngjang an Washington weitergegeben.

Er gehe davon aus, dass bei dem anvisierten Gipfel beide Seiten "großen Respekt" bekunden würden, "und hoffentlich wird es einen Deal zur Denuklearisierung geben", sagte Trump nun. Er hoffe, dass das Treffen eine Beziehung zwischen beiden Ländern herstelle, die "ganz anders" sein werde als über viele Jahre hinweg.