Trump nennt spanischen Ministerpräsidenten beim falschen Titel

Donald Trump und Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy im Rosengarten des Weißen Hauses. (Bild: AP Photo/Alex Brandon)

US-Präsident Donald Trump sorgte bei einem Staatstreffen am Dienstag für einen Fauxpas – und wusste nicht so genau, wen er da eigentlich vor sich hatte.

Auch wenn Donald Trump Spaniens Ministerpräsidenten Mariano Rajoy freundlich im Weißen Haus in Washington begrüßte, so ganz fest saß der US-Präsident bezüglich der genauen Position seines Gegenübers nicht im Sattel. Wie ein Video des Zusammentreffens der beiden im Rosengarten des Weißen Hauses zeigt, bezeichnete Trump Rajoy als „president“ – allerdings ist Rajoys Bezeichnung auf Englisch „prime minister“.

„Ich bin geehrt, Präsident Mariano Rajoy aus Spanien zu begrüßen. Es ist eine große Ehre, Sie hier zu haben. Vielen Dank“, so Trump. Rajoy quittierte die falsche Amtsbezeichnung mit einem überraschten Blick in Richtung des US-Präsidenten.

Es blieb nicht bei dem einen Fehler. Mehrfach, berichtet „Daily News“, fiel der falsche Titel – etwa, als Trump einen Journalisten fragte, ob er noch eine Frage an den „Präsidenten“ neben ihm habe. Und Trumps Mitarbeiter haben offenbar auch nicht richtig aufgepasst. Das Weiße Haus postete ganz offiziell auf Twitter, Trump habe den „Präsidenten Mariano Rajoy von Spanien” willkommen geheißen.

Thema des Zusammentreffens war unter anderem der Konflikt mit Nordkorea. Wie „CBS“ berichtet, erklärte Rajoy, sein Land habe „Maßnahmen unternommen, um die diplomatische Präsenz Nordkoreas“ in seinem Land zu reduzieren und nannte die Äußerung des Regimes „intolerabel“. Spanien werde alles dafür tun, um zur Denuklearisierung der koreanischen Insel beizutragen.

Auch von Trump gab es eine Solidaritätsbekundung: Die USA bekenne sich im Katalonien-Konflikt zu Spanien. „Ich bin für ein vereintes Spanien“, zitiert „CBS“ den US-Präsidenten. „Ich glaube wirklich, dass das katalanische Volk bei Spanien bleiben will“, bezog er sich auf das umstrittene Unabhängigkeitsreferendum Kataloniens.