Trump kritisiert Europas Migrationspolitik: "sehr negativ"

Mit seiner Kritik an Mays Brexit-Strategie hatte Donald Trump für ordentlich Wirbel gesorgt. Ein geplantes Freihandelsabkommen könne platzen, wenn es keinen harten Brexit gebe, so Trumps Tenor. Jetzt klang das etwas anders.

Trump: "Wenn die Brexit-Verhandlungen vorbei sind und Großbritannien die EU verlassen hat - ich weiß nicht, was die Briten tun werden, aber was immer sie machen, ist okay für mich, es ist deren Entscheidung. Was immer ihr macht, ist okay für uns. Hauptsache, wir können Handel treiben, das ist das, worum es geht."

Daneben kritisierte Trump die Migrationspolitik in vielen europäischen Ländern. Die Migration sei letztlich auch der Grund für den Brexit gewesen, so Trump.

Trump: "Ich denke, es verändert die Kultur. Es ist eine sehr negative Sache für Europa. Es hat Deutschland sehr geschadet. Und ich denke, es hat auch anderen Teilen Europas geschadet."

May hingegen erklärte, ihr Land seit stolz darauf, Einwanderer willkommen zu heißen. Notwendig seien allerdings Kontrollen.

May: "Wichtig ist, dass wir unsere Grenzen kontrollieren. Es ist wichtig, dass wir Regeln haben, die es uns ermöglichen zu entscheiden, wer in unser Land kommen. Und das ist das, was die Regierung seit einigen Jahren bereits tut und wir werden das auch fortführen."

Daneben wies Trump Vorwürfe zurück, die USA gingen zu nachsichtig mit Russland um. Man sei viel härter gegenüber Moskau als alle anderen, so Trump. Am Montag wollen er und Putin sich in Helsinki treffen. Ein gutes Verhältnis zu Putin sei "eine gute Sache", so Trump. Unterdessen finden in mehreren britischen Städten Protestkundgebungen gegen den Besuch Trumps statt.