Trump: Keine Aussage Faucis vor 'Trump-Hassern' im Repräsentantenhaus

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump lässt seinen prominenten Berater Anthony Fauci im Senat zur Corona-Krise aussagen - nicht aber in dem von den Demokraten kontrollierten Repräsentantenhaus. "Das Repräsentantenhaus ist ein Haufen Trump-Hasser", sagte der Republikaner am Dienstag vor seiner Abreise nach Arizona im Garten des Weißen Hauses. "Die Demokraten sollten sich schämen." Sie wollten, dass seine Regierung an der Corona-Krise scheitere, damit sie die Wahl im November gewinnen, was ihnen nicht gelingen werde.

Das Weiße Haus hatte bereits am Sonntag mitgeteilt, dass der prominente Immunologe Fauci von der Coronavirus-Arbeitsgruppe dem Haushaltsausschuss im Repräsentantenhaus nicht an diesem Mittwoch Rede und Antwort stehen werde. Die demokratische Ausschussvorsitzende Nita Lowey warf dem Weißen Haus daraufhin vor, Parteipolitik über Fragen der öffentlichen Gesundheit zu stellen. US-Medienberichten zufolge soll Fauci am Dienstag kommender Woche an einer Anhörung im Senat teilnehmen, den Trumps Republikaner dominieren.

Trump wurde auch auf ein aktualisiertes Modell des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle angesprochen, das davon ausgeht, dass die Zahl der Toten in den USA von aktuell fast 69 000 bis Ende des Monats noch auf rund 110 000 Tote ansteigen wird. Erst ab Ende Juli soll sich die Opferzahl demnach bei rund 134 000 stabilisieren. Trump sagte, diese Vorhersage gehe davon aus, dass keine Eindämmungsmaßnahmen getroffen würden, das sei aber falsch. Trump treibt die Öffnung der Wirtschaft in den US-Bundesstaaten voran.