Trump kündigt Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium an

Die US-Stahl- und Aluminiumhersteller stöhnen unter billiger Auslandskonkurrenz. Trump verspricht ihnen jetzt Schutz durch Zollschranken.

US-Präsident Donald Trump hat Einfuhrzölle auf Aluminium und Stahl angekündigt. Auf Importstahl würden 25 Prozent erhoben auf Aluminiumeinfuhren zehn Prozent, sagte Trump am Donnerstag vor Vertretern von US-Stahl und Aluminiumunternehmen. „Sie werden zum ersten Mal seit langer Zeit Schutz haben“, versprach der Präsident. Verhängt würden die Zölle kommende Woche.

Zuvor hatte Trump getwittert, viele US-Industrien, darunter Stahl und Aluminium, seien wegen jahrzehntelangem ungerechtem Handel und schlechter Politik von Ländern auf der ganzen Welt dezimiert worden. „Wir dürfen unser Land, unsere Unternehmen und unsere Arbeiter nicht länger ausnutzen lassen. Wir wollen freien, fairen und schlauen Handel!“

Intensivere internationale Konkurrenz hat die Preise nach unten gedrückt und den US-Produzenten geschadet. So ist laut US-Handelsministerium eine Situation entstanden, die eine Bedrohung für die nationale Sicherheit ist.


Allerdings könnten Zölle Spannungen mit China und anderen Handelspartnern der USA verschärfen. Gegner einer Einführung befürchten, dass andere Länder Vergeltung üben könnten oder oder unter dem Vorwand nationaler Sicherheit eigene Strafmaßnahmen verhängen. Kritiker sagen auch, dass Maßnahmen zur Verringerung der Einfuhren die Preise nach oben treiben und US-Autoherstellern und andere Unternehmen schaden könnten, die Stahl oder Aluminium verarbeiten.

Handelsminister Wilbur Ross hatte Trump drei Möglichkeiten vorgeschlagen: Entweder ein Zollsatz von 24 Prozent auf alle Stahl- und von 7,7 Prozent auf Aluminiumimporte aus allen Ländern. Oder Zollsätze von 53 Prozent auf Stahlimporte aus zwölf Ländern, von 23,6 Prozent auf Aluminiumimporte aus fünf Ländern und Importquoten für Importe aus den übrigen Ländern. Als dritte Möglichkeit nannte Ross Mengenbeschränkungen für alle Stahl- und Aluminiumimporte aus allen Ländern.