Trump hat eine militärische Entscheidung getroffen, die Putin in die Hände spielt

Annette Dönisch
Donald Trump

Seit 2013 belieferte die CIA syrische Rebellen verdeckt mit Waffen, darunter leichtere Waffen, Munition und Waffen zur Abwehr von Panzern. Diese Lieferung stoppte US-Präsident Donald Trump vor vier Wochen, berichtet die „Washington Post“. Die Rebellen hatten damit den Diktator Bashar al-Assad bekämpft. 

Die Schwächung der Rebellen kommt vor allem Russland entgegen. Russland unterstützt seit 2015 den Machthaber Assad mit Militär. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama setzte mit der Waffenlieferung hingegen darauf, dass die Rebellen Assad stürzen. Doch die aktuelle US-Regierung sagt, die Waffenlieferung habe wenig bewirkt. 

Priorität ist, mit Russland zusammenzuarbeiten

Der „Washington Post“ zufolge zeigt Trumps Entscheidung, dass er an einem Sturz Assads weniger interessiert ist. Er strebt stattdessen an, mit Russland zusammenzuarbeiten. Auch der Geopolitik-Experte Rodger Baker, der für den Informationsdienst Stratfor arbeitet, sagte zu Business Insider„Es ist großes Interesse der USA, die Krise in Syrien zu beenden. Die US-Regierung ist überzeugt, dass sie dafür Russland braucht.“ Dafür nimmt sie hin, dass Assad an der Macht bleibt.

Doch manche US-Regierungsbeamte sind besorgt, dass Trump dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu sehr entgegenkommt. Ein Beamter schlussfolgerte gegenüber der „Washington Post“: „Putin hat in Syrien gewonnen.“ Aber auch für Assad ist der Stopp der Waffenlieferung ein Erfolg, denn er könnte sich ohne Russlands Unterstützung nicht halten, vermuten Beobachter.

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