Trump gegen das FBI: Neuer Zündstoff

In den Vereinigten Staaten schlägt die von Präsident Donald Trump abgesegnete Veröffentlichung eines brisanten Dokumentes hohe Wellen. Das einst als vertraulich eingestufte Papier wurde von republikanischen Mitgliedern eines Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus verfasst und ist laut Trump ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Ermittlungen wegen möglicher Russland-Kontakte im Wahlkampf politisch motiviert seien.

Der Journalist Eric Tucker von der Nachrichtenagentur Associated Press meint: „Das wird die Auseinandersetzung zwischen dem Weißen Haus sowie dem FBI und dem Justizministerium aus dem Ruder laufen lassen. Das Weiße Haus hat sich für die Veröffentlichung eingesetzt, weil der Präsident Informationen braucht, mit denen er meint, die Ermittlungen von Robert Mueller unterwandern oder abwerten zu können."

Der ehemalige FBI-Direktor James Comey (bis Mai 2017 im Amt) hält den Inhalt des umstrittenen Dokuments für „unehrlich und irreführend". Damit werde versucht, den Geheimdienstlern das Vertrauen zu entziehen.

Die demokratische Partei hatte versucht, die Veröffentlichung des Papiers zu verhindern. Nach Angaben einer Trump-Sprecherin tauschte sich der Präsident mit seinen Beratern aus, ehe er die Freigebung des Dokumentes genehmigte.