Trump erwägt verpflichtende Corona-Tests für Fluggäste aus dem Ausland

Trump (Mitte) mit Gouverneur DeSantis (l.)

US-Präsident Donald Trump erwägt verpflichtende Corona-Tests für aus dem Ausland anreisende Flugpassagiere. "Wir werden das wahrscheinlich machen", sagte Trump am Dienstag bei einem Treffen mit dem Gouverneur des Bundesstaates Florida, Ron DeSantis, im Weißen Haus. "Wir werden die Entscheidung bald treffen."

Die Tests sollten im Flugzeug selbst vorgenommen werden, sagte Trump. Auf die Frage, ob ihm Temperaturmessungen oder richtige Corona-Tests vorschweben, antwortete Trump, "beides". Als ein mögliches Land, das von dieser Regelung betroffen sein könnte, nannte der Präsident Brasilien: "Brasilien hatte einen ziemlichen Ausbruch." Trump nannte auch Südamerika allgemein.

Die USA haben bereits Einreiseverbote für Reisende aus China und Europa verhängt. Wie lange die Verbote in Kraft bleiben, ist bislang unklar. In den USA wurden bereits mehr als eine Million Corona-Infektionen und mehr als 57.000 Todesfälle bestätigt - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Vorwürfe gegen China

Trump will möglicherweise auch Entschädigungen von China für die Corona-Pandemie einfordern. Seine Regierung prüfe derzeit, wie Peking für die Verbreitung des Coronavirus "zur Rechenschaft gezogen" werden könne, sagte Trump am Montag in Washington. Er äußerte sich nicht dazu, welche Entschädigungssumme seine Regierung verlangen könnte. Es handle sich um eine "sehr substanzielle" Summe, sagte Trump lediglich.

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Trump hat China wiederholt wegen seines Umgangs mit dem Coronavirus scharf kritisiert. Zwischenzeitlich sprach er vom "chinesischen Virus", weil der Erreger erstmals in der chinesischen Millionenstadt Wuhan bei einem Menschen festgestellt worden war. Washington wirft Peking vor allem mangelnde Transparenz zu Beginn der Krise vor.

"Wir sind nicht glücklich über China," sagte Trump nun. Die Ausbreitung des Virus hätte schnell "an der Quelle" gestoppt werden können, betonte er.

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