Trump erörtert mit seinen Sicherheitsberatern neue Afghanistan-Strategie

US-Präsident Donald Trump

US-Präsident Donald Trump hat mit seinen Beratern für Nationale Sicherheit über die künftige Strategie für Afghanistan beraten. Bei dem Treffen in Camp David sei Trump von seinem Team über "eine neue Strategie zum Schutz von Amerikas Interessen in Südasien" informiert worden, teilte die Präsidentensprecherin Sarah Huckabee Sanders am Freitag (Ortszeit) mit.

Zu den Teilnehmern des Treffens zählten Trumps Stellvertreter Mike Pence, Außenminister Rex Tillerson, der Nationale Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster und der Stabschef im Weißen Haus, John Kelly. Der Präsident prüfe "seine Optionen und wird dem amerikanischen Volk, unseren Verbündeten und Partnern und der Welt zur angemessenen Zeit eine Ankündigung machen, kündigte die Sprecherin an.

Die US-Kommandeure am Hindukusch fordern, die Truppen aufzustocken. US-Verteidigungsminister James Mattis wünscht sich vom Weißen Haus eine Strategie nicht nur für Afghanistan, sondern für die gesamte Region einschließlich Pakistan. Zunächst hatte er die neue Afghanistan-Strategie bis Mitte Juli angekündigt.

Berichten zufolge hatte Trumps ultrarechter Berater Steve Bannon sich gegen eine Erhöhung des Truppenkontingents gewandt. Stattdessen plädiere er für einen stärkeren Einsatz privater Söldnerfirmen. Am Freitag verkündete das Weiße Haus allerdings, dass Bannon den Posten als Trumps Chefstratege niederlege.

Der US-Militäreinsatz in Afghanistan hatte vor knapp 16 Jahren in Folge der Terroranschläge vom 11. September 2001 begonnen. Die Nato beendete ihren Kampfeinsatz am Hindukusch im Dezember 2014 und setzte danach die Mission "Resolute Support" in Gang, deren Schwerpunkt die Ausbildung und Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte ist. Daran ist auch die Bundeswehr beteiligt.