Trump empfiehlt blutige Kriegslegende als Anti-Terror-Methode


Der Präsident der Vereinigten Staaten hat nicht nur Mitgefühl für die Spanier, er rät ihnen islamistische Terroristen wie einst General Pershing zu bekämpfen. Der soll sie einer Legende nach mit in Schweineblut getränkten Kugeln exekutiert haben.

Der US-General John Pershing soll auf den Philippinen 50 muslimische Gefangene mit Projektilen exekutiert haben, die er zuvor in Schweineblut getaucht hatte. Mit dem Blut der für gläubige Moslems unreinen Tiere sei ihnen der Weg ins Paradies versperrt gewesen. „Danach gab es 35 Jahre keinen islamistischen Terror mehr!“, schrieb Trump auf Twitter.


Historiker bezweifeln den Wahrheitsgehalt dieser Legende stark. Trump hatte die Geschichte bereits im Wahlkampf 2016 mit großer Begeisterung zitieret. US-Medien hatten sich schon damals mit Trumps Behauptungen auseinandergesetzt. In zahlreichen Reaktionen auf Trumps Tweet hieß es in US-Medien, während die Welt noch um die Toten trauere, verweise der Präsident der Vereinigten Staaten auf eine Lüge, in der die Exekution Gefangener glorifiziert werde.

Pershing war während der Moro-Rebellion (1899-1913) Gouverneur der Provinz Moro auf den Philippinen. Damals gab es starken Widerstand gegen die USA, die die Philippinen als Kolonie von Spanien übernommen hatten.

Im Ersten Weltkrieg war er Oberbefehlshaber der US-Truppen in Europa.  Er bekam den Titel eines Generals der Armeen der Vereinigten Staaten verliehen, den höchsten Dienstgrad der Armee, den außer ihm nur George Washington posthum erhielt.