Beschluss der US-Regierung macht im 3D-Drucker gefertigte Pistole für jeden zugänglich

Dieses Foto von 2013 zeigt die erste vollständig in einem 3D-Drucker gefertigte Pistole. (Bild: Jay Janner/Austin American-Statesman via AP Photo)

Es ist eine Errungenschaft, die durch einen US-Beschluss leicht zum Problem für die ganze Welt werden könnte: Die im 3D-Drucker gefertigte Waffe ist demnächst für jedermann zugänglich.

Am 1. August sollen die Baupläne für die „Liberator“-Pistole online wieder frei und für jedermann zugänglich werden. Besitzer eines 3D-Druckers können sich dann mit etwas Know-how selbst Schusswaffen fertigen. Dafür werden neben der Munition nur ein Nagel und ein 3D-Drucker benötigt.

Eines der großen Probleme: Die sogenannten „Ghost Guns“ sollen für Metalldetektoren nicht erkennbar sein. Was das für Sicherheitskontrollen auf Flughäfen und anderen Sicherheitszonen bedeuten könnte, ist nicht abzusehen.

Dass die USA die Bereitstellung der „Liberator“-Pistole nun doch erlaubt, kommt überraschend. Bereits 2013 tauchten die Pläne im Internet auf, das US-Außenministerium setzte aber durch, dass sie wieder runtergenommen werden mussten. Die Regierung von Donald Trump machte diesen Beschluss nun rückgängig: Nun darf der Designer Cody Wilson die Pläne auf seiner Firmenwebsite wieder allen zugänglich machen.


„Guten Morgen du schönes Amerika! Es ist ein schöner Tag, um deine FREIHEIT zu nutzen!“

„Das Zeitalter der downloadbaren Waffe beginnt nun“, feiert Wilsons Firma Defense Distributed. Wilson sieht seine Erfindung als konsequenten Weg, um das verbriefte Recht auf Waffenbesitz sicherzustellen. Die Pläne stießen bereits bei der ersten Bereitstellung 2013 auf Rieseninteresse: Rund 100.000 Internet-Nutzer luden sich die Anleitung innerhalb weniger Tage auf ihre Rechner, bevor Wilson sie wieder entfernen musste.

Nahezu die gesamte Waffe ist aus Plastik gefertigt, als einziges Metallteil wird ein Nagel benötigt, der als Schlagbolzen dient. Die Waffe muss nach jedem Schuss nachgeladen werden, ist unpräzise und übersteht nur wenige Schüsse. Allerdings könnte sich die Technologie bald deutlich verbessern.

Rechtlich ist die Waffe in den USA legal – ob Wilson Vorkehrungen gegen Downloads aus dem Rest der Welt treffen will, ist unklar.