Trump bekommt Twitter-Rüge von „falscher“ Theresa May

Donald Trump ist bekannt dafür, Twitter impulsiv zu nutzen. (Bild: AP Photo/Evan Vucci)

Nachdem Donald Trump in einem Tweet an die britische Premierministerin eine falsche Person verlinkt hatte, meldete sich die ungewollte Berühmtheit nun zu Wort – und erteilte dem US-Präsidenten Social-Media-Nachhilfe.

Bei der Person @theresamay, die Trump in seinem Tweet adressierte, handelte es sich nämlich keinesfalls um die britische Politikerin – sondern um eine 41-Jährige Mutter dreier Kinder aus England namens Theresa May Scrivener. Diese dürfte sich gewundert haben, als sie der US-Präsident höchstpersönlich adressierte: „@theresamay, konzentrieren Sie sich nicht auf mich, konzentrieren Sie sich auf den zerstörerischen radikalen islamischen Terrorismus, der im Vereinten Königreich stattfindet. Uns geht es gut.“

In einem Interview mit „Time“ gab Theresa May Scrivener dem US-Präsidenten nun einen Ratschlag: „Ich glaube, er sollte nachdenken, bevor er tweetet. Sich vielleicht den Namen der Person ansehen, der er eine Nachricht schicken will und es noch mal checken“, so die Namenskollegin der britischen Premierministerin. „Es ist verblüffend, dass der mächtigste Mann der Welt so einen einfachen Fehler begeht und dass er einfach den falschen Knopf drückt.“

May Scrivener erzählte, dass plötzlich Reporter vor ihrer Tür campiert hätten und sie gar nicht mehr aus dem Haus gehen konnte. „Ich weiß, dass sich Trump nicht entschuldigen wird (…). Ich weiß nicht, ob er die Auswirkung seines Fehlers erkennt“, so die Frau.

Derzeit herrscht nicht die beste Stimmung zwischen dem US-Präsidenten und der britischen Premierministerin Theresa May. (Bild: AP Photo/Matt Dunham, Pool, File)

Eines hat sich für May Scrivener definitiv verändert: Hatte ihr Twitter-Account vor Trumps Lapsus noch sechs Follower, steht diese Zahl nun bei 1324 – ohne jemals selbst getweetet zu haben. Sie sei selbst kein regelmäßiger Nutzer des Kurznachrichtendienstes und habe die Benachrichtigungen ausgeschalten, da sie in Verlinkungen oft mit der britischen Premierministerin verwechselt werde, erzählte sie: „Ich war es leid, den Ping-Ping-Ping-Ping-Klang zu hören, weil jedes Mal, wenn sie erwähnt wird, werde ich auch erwähnt“, erzählte May Scrivener.

Trump korrigierte seinen Irrtum nach zwanzig Minuten — und verlinkte die richtige Theresa May. „Er hat viele Fehler gemacht – mir zu twittern, ist einer davon“, so May Scrivener.