Trump bekennt sich zu starkem Dollar

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US-Präsident Donald Trump hat sich zu einem starken Dollar bekannt und damit Spekulationen um einen währungspolitischen Kurswechsel in Washington zurückgewiesen. Er wünsche sich einen "starken Dollar", da der Wert der Währung auf der Stärke der US-Wirtschaft zu basieren habe, sagte Trump am Donnerstag in einem Fernsehinterview. Er rückte damit Äußerungen seines Finanzministers Steven Mnuchin zurecht. Dieser hatte einen schwachen Dollar als positiv für die US-Wirtschaft bezeichnet.

Trump sagte in dem am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos geführten Interview mit dem US-Sender CNBC, da sich die US-Wirtschaft gut entwickele, werde der Dollar "stärker und stärker werden, und letztlich möchte ich einen starken Dollar sehen". Seinen Finanzminister verteidigte er mit der Bemerkung, dessen Worte seien aus dem Kontext gerissen worden.

Mnuchin hatte bei dem Treffen von Staaten- und Wirtschaftslenkern in der Schweiz am Mittwoch gesagt: "Offensichtlich ist ein schwächerer Dollar gut für uns." Ein schwächerer Dollar sei "gut, weil dies mit Handel und Chancen zu tun hat". Mnuchin bezog sich damit darauf, dass bei einem sinkenden Dollarkurs die US-Produkte auf dem Weltmarkt billiger werden, was den US-Unternehmen im Wettbewerb mit Konkurrenten aus anderen Ländern hilft.

Mnuchins Äußerungen wurden als mögliche Abkehr von der traditionellen US-Regierungspraxis gedeutet, die eigene Währung nicht schlechtzureden. Die Worte des US-Finanzministers sorgten bei dem Treffen von Staaten- und Wirtschaftslenkern aus aller Welt für erheblichen Wirbel und ließen den Dollarkurs, der sich bereits seit geraumer Zeit nach unten bewegt, noch weiter absacken.

Erstmals seit drei Jahren erreichte der Euro am Donnerstag zeitweise wieder einen Wert von 1,25 Dollar. Nach Trumps Bekenntnis legte der Dollar aber wieder gegenüber dem Euro zu, der Umtauschwert des Euro rutschte unter die 1,24-Dollar-Marke.

Trump will am Freitag in einer Rede in Davos seinen unter dem Motto "Amerika zuerst" stehenden Kurs verteidigen. Seine Regierung hatte in dieser Woche hohe Zölle auf Solarmodule und Waschmaschinen verhängt, was sich gegen Importeure aus China und Südkorea richtete, sowie auch auf spanische Oliven. Neben Mnuchins Äußerungen zum Dollar sorgten auch die neuen Zölle für Unruhe in Davos. Das Forum ist traditionell eine Bastion der Befürworter des freien Welthandels.