Trump-Anwalt weist Berichte über Anfrage bei Deutscher Bank zurück

dpa-AFX

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach Angaben eines Anwalts von Donald Trump hat es bei der Deutschen Bank keine Anfrage des US-Sonderermittlers Robert Mueller zu Geschäftsbeziehungen des Geldhauses mit dem Präsidenten gegeben. Trumps Anwalt Jay Sekulow wies Medienberichte, wonach der mit der Untersuchung russischer Einflussnahme im US-Wahlkampf betraute Ex-FBI-Chef Mueller die Herausgabe von Finanzunterlagen im Zusammenhang mit dem Präsidenten verlangt habe, am Dienstag als falsch zurück. Keine Anfrage ("Subpoena") mit dieser Forderung sei ausgegeben oder empfangen worden. "Wir haben eine Bestätigung dafür von der Bank und aus anderen Quellen", erklärte Sekulow.

Das "Handelsblatt" hatte unter Berufung auf Insider berichtet, dass Mueller Einblick in die Geschäftsbeziehungen der Deutschen Bank zum Umfeld Trumps verlange. Demnach ging vor einigen Wochen eine entsprechende "Subpoena" ein. Die Bank wollte sich nicht dazu äußern. In dem Bericht hieß es, dass unklar sei, ob Mueller Kontounterlagen des US-Präsidenten selbst oder seines Umfelds angefordert habe. Neben Trump zählten auch seine Frau Melania, seine Tochter Ivanka und Schwiegersohn Jared Kushner zu den Kunden der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank. Mueller forscht wegen Russland-Verbindungen und möglicher Absprachen im US-Wahlkampf in Trumps Umfeld.