Trump-Affäre: Russische Hacker wollten an Clintons Mails

Trump-Affäre: Russische Hacker wollten an Clintons Mails

Für Donald Trump wird die Luft langsam dünn. Das "Wall Street Journal" will neue Beweise für eine Verwicklung des US-Präsidenten in den Skandal um russische Hacker aufgedeckt haben. Diese sollen mit einem Trump-Unterstützer in Kontakt gestanden haben, um an die gelöschten Mails von Hillary Clinton zu kommen. Das Ziel sei eine Weiterleitung der Nachrichten an den zurückgetretenen Sicherheitsberater Michael Flynn gewesen.

Ein durch russische Hacker manipulierter Wahlkampf, Ausspionieren der politischen Gegnerin, ein abgedankter Sicherheitsberater - die Anschuldigungen, die Donald Trump zurzeit entgegenwehen, könnten ihm sein Amt kosten, sollten sie sich bewahrheiten.

Das "Wall Street Journal" hat nun neues Öl ins Feuer gegossen. Informationen des Traditionsblattes zufolge, soll ein Trump-Sympathisant 2016 aktiv in Kontakt mit russischen Hackern getreten sein, um an die etwa 30.000 von Hillary Clinton gelöschten Mails zu gelangen. Clinton war nach Bekanntwerden der Löschaktion stark in die Kritik geraten.

Konkret soll sich Trump-Unterstützer Peter Smith dafür eingesetzt haben, dass die Mails an den ehemaligen Sicherheitsberater Michael Flynn weitergeleitet werden. Smith selbst gab die Tat gegenüber dem "Wall Street Journal" zu. Er habe verschiedene Hackergruppen kontaktiert, darunter zwei, die mit Russland in Verbindung stehen. Donald Trump hatte mehrfach öffentlich betont, er würde der gelöschten Nachrichten gern habhaft werden. Der 81-jährige Smith verstarb anderthalb Wochen nach dem Interview.

Die neuen Erkenntnisse kommen sowohl für Trump als auch für Flynn zur Unzeit. Gegen Flynn wird wegen des mutmaßlichen Hacker-Skandals sowie privaten wirtschaftlichen Verwicklungen ermittelt. Er war im Januar unter Druck der Öffentlichkeit und Medien als erstes Mitglied der Trump-Administration zurückgetreten.