Trump übermittelt afrikanischen Staatschefs seine "herzlichsten Grüße"

Rund zwei Wochen nach seinen abfälligen Äußerungen über afrikanische "Drecksloch-Länder" ist US-Präsident Donald Trump in Davos mit dem Vorsitzenden der Afrikanischen Union (AU), dem ruandischen Staatschef Paul Kagame, zusammengetroffen

Rund zwei Wochen nach seinen abfälligen Äußerungen über afrikanische "Drecksloch-Länder" ist US-Präsident Donald Trump in Davos mit dem Vorsitzenden der Afrikanischen Union (AU), dem ruandischen Staatschef Paul Kagame, zusammengetroffen. Er habe Kagame gebeten, den übrigen Mitgliedern der AU bei deren bevorstehendem Gipfeltreffen am Wochenende seine "herzlichsten Grüße" auszurichten, sagte Trump nach dem Treffen am Freitag.

Fragen von Journalisten nach seiner "Drecksloch"-Äußerung ignorierte Trump bei einem gemeinsamen Auftritt mit Kagame. Die Gespräche mit dem ruandischen Präsidenten bezeichnete er als "toll".

Dutzende afrikanische Geschäftsleute wollten Trumps Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos am Freitag aus Protest gegen dessen Äußerungen boykottieren. "Wir sind absolut abgestoßen und schockiert und wütend", sagte der Chef eines Verbands südafrikanischer Wirtschaftsbosse, Bonang Mohale.

Bei einem Treffen mit US-Abgeordneten hatte Trump arme Herkunftsländer von Einwanderern Medienberichten zufolge als "Drecksloch-Länder" verunglimpft. Die Äußerungen hatten weltweit Empörung hervorgerufen, zahlreiche afrikanische Staaten forderten eine Entschuldigung des US-Präsidenten. Die Afrikanische Union verurteilte Trumps Wortwahl als klar rassistisch und "überaus erschütternd".