Trump äußert sich optimistisch im Streit mit Frankreich über Digitalsteuer

Im Streit zwischen den USA und Frankreich über die Digitalsteuer für große Internetkonzerne hat sich US-Präsident Donald Trump optimistisch gezeigt. Vor dem Beginn des Nato-Gipfels und einem Aufeinandertreffen mit seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron sagte Trump am Dienstag in London, es handle sich um einen "kleinen Streit". Er glaube, dass es "wahrscheinlich möglich" sei, die Dinge schnell zu regeln.

Zuletzt hatte sich der Streit zwischen den beiden Ländern verschärft. Washington drohte mit Strafzöllen auf französische Luxusgüter im Wert von 2,2 Milliarden Euro, möglicherweise bereits ab Mitte Januar. Paris nannte das "inakzeptabel" und kündigte eine "starke" Reaktion mit Unterstützung der EU an.

Das französische Parlament hatte die sogenannte Gafa-Steuer - benannt nach den Anfangsbuchstaben der Internetriesen Google, Amazon, Facebook und Apple - im Sommer verabschiedet. Der in Frankreich erzielte Umsatz großer Internetunternehmen, die in Europa kaum Steuern auf ihre Gewinne zahlen, wird mit drei Prozent besteuert. Die Digitalsteuer ist als Übergangslösung gedacht, bis es eine internationale Einigung gibt.

Trump sagte nun, die USA betrieben "eine Menge Handel mit Frankreich" und beide Länder hätten "umfangreiche Handelsbeziehungen". Schon in kurzer Zeit könne die Lage wieder besser aussehen.