Trotz Wehen: Hochschwangere Ärztin holt Baby einer Patientin zuerst zur Welt

Trotz Wehen: Hochschwangere Ärztin holt Baby einer Patientin zuerst zur Welt

Die Ärztin Dr. Amanda Hess aus dem US-Bundesstaat Kentucky lag eigentlich gerade selbst in den Wehen, als sie von einem Notfall im Nebenzimmer hörte. Als leidenschaftliche Gynäkologin fackelte sie nicht lange, zog sich einen Kittel über und half der Patientin Leah Halliday Johnson bei der Entbindung ihrer Tochter.

"Ärzte denken immer zuerst an ihre Patienten, selbst, wenn sie selber Patienten sind", begründet Dr. Amanda Hess ihren Einsatz auf dem Portal "Lexington Herald Leader". Die Ärztin war eigentlich selbst kurz davor, ihr zweites Kind auf die Welt zu bringen, als Leah Halliday Johnson in die Klinik eingeliefert wurde. Bei der jungen Frau gab es Komplikationen, ein Arzt musste gerufen werden – eigentlich.

Stattdessen zog sich Amanda Hess schnell etwas über und eilte in das Nebenzimmer, um bei der Geburt zu helfen – Wehen hin oder her. "Sie war definitiv im Doktor-Modus", erinnert sich Halliday Johnson im Gespräch mit dem US-Sender NBC. "Mein Mann bemerkte, dass irgendetwas nicht stimmte, weil sie selbst einen Krankenhauskittel trug, aber ich bemerkte all das nicht, als ich im Kreißsaal lag. Ich war dort in meiner eigenen Welt."

Ärztin kam im Anschluss selbst in den Kreißsaal

Nachdem Dr. Hess das kleine Mädchen gesund zur Welt gebracht hatte, ging es für die Ärztin auf die Entbindungsstation, wo sie ihr zweites Kind bekam. Sie begrüßte ebenfalls ein Mädchen, das sie Ellen Joyce nannte. Hess' Kollegin Dr. Hala Sabry erzählte auf ihrem Facebook-Profil von Hess' heldenhaften Einsatz.

"Diese Mütter sind fürs Leben miteinander verbunden. Und Baby Ellen (und ihre große Schwester Kate) werden diese lustige Geschichte zu hören kriegen, wenn sie älter sind. Doktor-Mütter sorgen sich nicht nur konstant um ihre eigenen Familien, sondern auch um ihre Patienten und respektieren sie die ganze Zeit. Großartiger Job, Dr. Hess. Nun genieß deine Elternzeit", schreibt Sabry zu einem Schnappschuss der frischgebackenen Mutter.

Dem kann sich die Patientin Leah Halliday Johnson nur anschließen. "Sie hat sich die Auszeit auf jeden Fall verdient." Es sei ein tolles Gefühl, dass es solche Frauen wie Amanda Hess gibt, die stets auf das Wohl ihrer Patientin achten.

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