DJ: Version von «Layla» bei Kirmes war ein Kompromiss

DJ Marc Pesch hat das Verbot für den umstrittenen Partysong «Layla» im Festzelt der St.-Sebastianus-Schützen bei der Düsseldorfer Rheinkirmes nach eigenen Angaben umgangen: mit einer Instrumentalversion, bei der nur einige Sekunden lang Gesang zu hören gewesen sei.

Damit sei der Schützenverein einverstanden gewesen, sagte er am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Am Ende grölten dann Hunderte Gäste den Text laut mit, so dass der fehlende Gesang aus dem Lautsprecher kaum auffiel.

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«Mir ging es darum, eine Lösung zu finden zwischen dem Wunsch der Besucher, das Lied zu hören, und dem Wunsch des Schützenvereins, dass das Lied auf seinem Gelände nicht gespielt wird», sagte Pesch. Der Schützenverein teilte am Samstag auf Anfrage mit, der Vorstand werde sich zu dem Thema nicht mehr äußern.

Der Song um eine «Puffmama» namens Layla ist wiederholt als sexistisch kritisiert worden, steht aber seit Wochen an der Spitze der Single-Charts. In Würzburg war «Layla» von einem Volksfest verbannt worden. Auch im Festzelt der Schützen auf der Düsseldorfer Kirmes sollte das Lied nicht gespielt werden - der Verein sprach seinen DJs ein entsprechendes Verbot aus. «Ich bin der Meinung, dass dieses Lied überall hingehört - nur nicht auf unseren Festplatz», hatte Schützen-Chef Lothar Inden im Vorfeld gesagt.

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Die Schützengesellschaft ist Veranstalterin der Düsseldorfer Kirmes mit erwarteten vier Millionen Gästen.

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