Trotz Sehschwäche eines Spielers: Freiburg behält nach Trikotwechsel den Durchblick

SID
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Trotz Sehschwäche eines Spielers: Freiburg behält nach Trikotwechsel den Durchblick
Trotz Sehschwäche eines Spielers: Freiburg behält nach Trikotwechsel den Durchblick

Einige Fans dürften sich beim Heimspiel des SC Freiburg gegen den FC Augsburg verwundert die Augen gerieben haben. Schließlich lief die Mannschaft von Trainer Christian Streich beim 2:0 (0:0) überraschend in ihren gelben Ausweichtrikots auf. Normalerweise spielen die Breisgauer im Schwarzwald-Stadion in roten Jerseys.

Wegen der Rot-Grün-Sehschwäche eines ihrer Spieler blieb den Freiburgern aber nichts anderes übrig. Weil Augsburg in Grün spielte, hätte bei dem nicht namentlich genannten Profi des Sport-Clubs ansonsten Verwechslungsgefahr bestanden. Erst am Samstag hatte der Spieler Streich informiert, nachdem er die Trikots beider Teams gesehen hatte.

"Dann habe ich gesagt, dass wir auf keinen Fall in Rot spielen können. Nicht, dass er einen Pass dem Gegner in die Füße spielt. Das kann ja passieren", sagte Streich. Weil es bereits zu spät war, um den FCA zu informieren, wechselten die Freiburger kurzerhand ins gelbe Trikot. "Das Risiko wollten wir nicht eingehen. Aber gelb gehört ja auch zum Freiburger Stadtwappen", erklärte Streich mit einem Augenzwinkern.

Mit vollem Durchblick mischten die Freiburger das Rennen um Europa wieder auf. Nach den Toren von Roland Sallai (51.) und Philipp Lienhart (79.) sind die europäischen Plätze in Sicht. "Wir sind drei beziehungsweise einen Punkt von den Europapokalplätzen weg. Warum sollen wir da nicht hinschauen?", sagte Kapitän Christian Günter.