Robben-Gala zum Abschied - aber kein Oranje-Wunder

Maximilian Lotz
Arjen Robben traf doppelt für die Niederlande gegen Schweden

Bereits bei der Nationalhymne kämpfte er mit den Tränen, nach dem Schlusspfiff konnte Arjen Robben seine Emotionen nicht mehr verbergen.

Das Aus der Niederlande in der WM-Qualifikation konnte auch der Bayern-Star nicht abwenden - auch wenn er mit einem Doppelpack (16. Handelfmeter/40.) beim 2:0 (2:0)-Sieg gegen Schweden voranging.


Ein Sieg, der letztlich wertlos war, denn die Elftal hätte für einen Platz in den Playoffs einen Erfolg mit mindestens sieben Toren Unterschied benötigt.

Robben will das Unmögliche schaffen

Immer wieder war es aber Robben, der in seinem letzten Länderspiel seine Elf als Kapitän antrieb - und selbst in der Schlussphase schon sichtlich angeschlagen das schier Unmögliche schaffen wollte.


Getragen von den Robben-Sprechchören der Fans vergab er humpelnd in der Schlussphase sogar noch die Chance auf das dritte Tor.

So verabschiedet er sich mit 37 Toren und Rang vier der Oranje-Torjägerliste in 96 Länderspielen in den Ruhestand. "Mir war bewusst, dass es heute das letzte Mal ist", sagte Robben.

Seinen Trainer weihte er erst vor dem Spiel von seinen Rücktrittsplänen ein, wie Bondscoach Dick Advocaat verriet.

"Er hat ein großartiges Spiel gemacht und hat das Team mitgezogen", sagte Advocaat dem TV-Sender NOS. "Vermutlich hat er es schon seit einer Weile gewusst."


Robben: "Habe es besonders genossen"

Mit einer Ehrenrunde und zwei seiner drei Kinder auf dem Arm verabschiedete sich der 33-Jährige von den Fans in der Johan-Cruyff-Arena in Amsterdam.

"Ich habe es besonders genossen. Es war schwer heute, man spielte doch noch um etwas", räumte Robben ein.

Anerkennende Worte gab es auch vom Gegner. "Es ist für das niederländische Publikum schade, ihn zu verlieren", sagte Schwedens Emil Forsberg bei RTL Nitro. "Er hat gezeigt, dass er ein super Spieler ist. Er hat auch in der Bundesliga Weltklasse-Spiele gezeigt." 

Weitere sollen folgen, wie Robben ankündigte: "Ich spiele bei einem Topklub in Europa. Ich will mich jetzt ausschließlich auf Bayern konzentrieren."