Trotz Niederlage: Florian Kohfeldt darf auf Daueranstellung hoffen

Werder lässt sich bei der Trainersuche nicht unter Druck setzen. Mindestens bis zur Winterpause wird Kohfeldt die Mannschaft betreuen.

Interimstrainer Florian Kohfeldt darf beim kriselnden Bundesligisten Werder Bremen trotz einer Niederlage zum Einstand offenbar auf eine Weiterbeschäftigung hoffen. "Wenn wir ihm das nicht zutrauen würden, hätten wir ihn gar nicht erst zur Interimslösung gemacht", sagte Sportchef Frank Baumann nach dem 1:2 (1:1) am 11. Spieltag bei Eintracht Frankfurt. "Florian ist die Benchmark bei der Entscheidung, ob wir einen neuen Trainer holen."

Nur wenn Baumann also einen seiner Meinung nach geeigneteren Coach für die Norddeutschen findet, muss Kohfeldt seinen Platz wieder räumen. Eine Entscheidung soll diesbezüglich in der Länderspielpause erfolgen. "Wir werden aber keine Zwischenstände abgeben", sagte Baumann, der versicherte, dass "die Eindrücke der vergangenen Tage in die Entscheidung eingehen." Ob dabei das schlechte Ergebnis oder die gute Leistung der Bremer in Frankfurt ausschlaggebend sein wird, ließ Baumann offen.

Kohfeldt selbst sprach jedenfalls von einem "tollen Erlebnis" mit einem Ende, "das sehr wehtut". Nach dem Rückstand durch Ante Rebic (17.) und dem Ausgleich durch Niklas Moisander (25.) entschied Sebastien Haller (89.) die Partie kurz vor Schluss. "Wir hätten mehr verdient. Wir haben verloren, und deshalb bin ich natürlich unzufrieden", sagte Kohfeldt.