Trotz mangelnder Plätze: Eltern haben kein Interesse an Gymnasium in Widdersdorf

Nur wenige Eltern interessieren sich für zusätzliche Gymnasialplätze in Widdersdorf.

Der Plan der Stadt, schon in diesem Jahr zwei Gymnasialklassen in Widdersdorf einzurichten, ist gescheitert. Es fehlte die nötige Nachfrage, wie die Verwaltung im Schulausschuss des Rates mitteilte.

Sind es sonst organisatorische, rechtliche oder finanzielle Probleme, die üblicherweise Umsetzungsprozesse in der Stadt behindern, sind es nun offenbar die Eltern. Das Ergebnis ist um so überraschender, war doch in den vergangenen Wochen nach Zuteilung der Gymnasialplätze für Fünftklässler ein Sturm der Entrüstung durch die Stadt gefegt.

Vor allem im Kölner Westen hatten Eltern protestiert und Politik wie Verwaltung auf Trab gebracht, weil man ihren Kindern zum Teil sehr lange Schulwege zumuten wollte. In 159 Fällen war es der Stadt und der Bezirksregierung nicht gelungen, den Erst- oder den Zweitwunsch bei der Wahl des Gymnasiums zu erfüllen.

Nach den Protesten sollten schon im kommenden Schuljahr zwei Gymnasialklassen in den Räumen der privaten Friedensschule in Widdersdorf eingerichtet werden. Sie sollten als sogenannte „Mehrklassen“ des Georg-Büchner-Gymnasiums in Weiden betrieben werden.

Die betroffenen Familien wurden angefragt; nur 26 wollten das neue Angebot annehmen. Für so wenige Kinder eine Nebenstelle des Georg-Büchner-Gymnasiums einzurichten sei fachlich, rechtlich und pädagogisch nicht sinnvoll, so Stadt und Bezirksregierung. Für die Kinder wird jetzt eine zusätzliche Klasse am Apostelgymnasium in Lindenthal eingerichtet.

In Widdersdorf geht es nun – wie ursprünglich geplant – zum Schuljahr 2018/19 los. Dann wird ein neues Gymnasium mit drei fünften Klassen mit der Arbeit...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta