Trotz Kritik: De Maizière will den Versuch zur Gesichtserkennung in Berlin fortsetzen

Ob der Test valide Daten liefern wird, ist noch unklar.

Die Bundesdatenschützerin? Die sei herzlich eingeladen, vorbeizukommen und sich vor Ort am Bahnhof Südkreuz ein Bild vom Projekt Gesichtserkennung zu machen. So wischte Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Donnerstagmorgen die Kritik seiner Parteifreundin Andrea Voßhoff beiseite. Am Mittwoch hatte Voßhoff gefordert, den Feldversuch, bei dem neue Überwachungssysteme getestet werden sollen, zu unterbrechen. Die Teilnehmer seien vorab unzureichend über die eingesetzte Technik informiert worden, die Bürgerrechtsaktivisten als „mobile Überwachungslabore“ bezeichnen. „Bis dies geschehen ist, sollte das Verfahren mangels Rechtsgrundlage ausgesetzt werden“, schrieb sie auf eine Anfrage dieser Zeitung.

Innenminister rechtfertigt sich

Es mag am Wahlkampf liegen oder daran, dass de Maizière schon länger für diesen Donnerstag selbst einen Besuch mit Pressebegleitung am Südkreuz geplant hatte. Jedenfalls ließ er sich durch den Rüffel nicht beirren. „Wer sich schlecht informiert fühlt, kann jederzeit die Teilnahme an dem Versuch beenden“, sagte der Minister. Außerdem kündigte er an, dass die Bundespolizei gerne zu einem Treffen mit Vertretern des Vereins Digitalcourage bereit sei, der den Einsatz der zweifelhaften Transponder Anfang der aufgedeckt hatte.

Wichtige Daten fehlen

Wie berichtet hatte Digitalcourage bei der Untersuchung eines Transponders – ein Mitglied des Vereins nimmt als Versuchsperson am Projekt Gesichtserkennung teil – festgestellt, dass das Gerät...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung