Podolski legt sich mit Reporter an

Aufgrund des großen Andrangs von Kölner Fans wurde der Anpfiff des Spiels um eine Stunde verschoben

Lukas Podolski hat sich nach den Ausschreitungen rund um das Europapokal-Comeback seines Ex-Klubs 1. FC Köln im Stadion des FC Arsenal eine Auseinandersetzung auf Twitter mit RTL-Moderator Florian König geliefert.

"Wegen 50 Leuten wird alles schlecht gemacht. Lächerlich!", twitterte der Weltmeister und rückte die Gänsehaut-Atmosphäre, für die der Großteil der FC-Fans vor und während des Spiels sorgte, in den Vordergrund: "Die Stimmung im Stadion war geil. Köln braucht sich nicht verstecken oder zu schämen."



Die Stimmung sei "mehr als Champions League" gewesen, so Podolski weiter.

König reagierte daraufhin, dass die 50 Personen "50 zu viel" seien. Podolski konterte: "50 von 20.000? Bei jedem Oktoberfest oder anderer Veranstaltung ist es schlimmer. Wo ist da der Aufschrei? Alibi Aussagen."


Der Ex-Nationalspieler forderte, man solle nicht "immer die Nadel im Heuhaufen suchen", sondern "die Leistung und die fantastische Stimmung in den Vordergrund" heben.


König beendete das Gespräch, indem er schrieb, das er "sich jetzt um die Formel 1 kümmern müsse" - was Podolski mit einem ausgestreckten Daumen beantwortete.


Die 1:3-Niederlage beim FC Arsenal wurde wegen des enormen Ansturms der zahlreichen mitgereisten Kölner Fans erst mit einstündiger Verspätung angepfiffen. Die Polizei meldete am Donnerstagabend vier Festnahmen.

Mehr als 10.000 Kölner Fans hatten sich auf den Weg nach London gemacht und schon seit dem Mittag friedlich in der Innenstadt gefeiert. Am Abend kam es am Stadion aber auch zu Krawallen, als einige Anhänger versuchten, sich gewaltsam Zugang zum Stadion zu verschaffen. Der FC Arsenal hatte dem FC für den Gästeblock nur 2900 Karten zur Verfügung gestellt.

Am Freitagabend äußerte sich der Verein in einem offiziellen Statement zu den Vorkommnissen und prangerte verschiedene Fehlplanungen an.