Trotz kleinem Rücksetzer: Allianz bleibt Favorit

Nikolas Kessler
Trotz kleinem Rücksetzer: Allianz bleibt Favorit

Die Aktie der Allianz ist Ende Januar bei 206,85 Euro auf den höchsten Stand seit rund 16 Jahren gesprungen. Die erhofften Anschlussgewinne lassen derzeit allerdings auf sich warten – im durchwachsenen Gesamtmarkt ging es vor dem Wochenende zunächst zurück in Richtung der 200-Euro-Marke. Trotzdem bleibt die Aktie einer der Favoriten im DAX.

Frische Impulse sollten der Allianz-Aktie allerdings die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr liefern, die am 16. Februar auf der Agenda stehen. Die positive operative Entwicklung dürfte sich auch darin widerspiegeln.

Schon jetzt ist außerdem klar, dass die Allianz zu den Gewinnern der US-Steuerreform gehört. Zwar werden negative Einmaleffekte den Gewinn im Schlussquartal 2017 um etwa 200 Millionen Dollar drücken und auch die Solvenzquote dürfte leicht sinken. Bereits ab dem laufenden Jahr rechnet das Unternehmen allerdings mit einer jährlichen Steuerersparnis von 400 Millionen Dollar. Mit einer Solvency-II-Quote von zuletzt 227 Prozent ist die Allianz zudem hervorragend kapitalisiert.

Es besteht also genügend finanzieller Spielraum, der auch den Anlegern zugutekommen dürfte. Auf Großakquisitionen will Allianz-Chef Oliver Bäte zunächst nämlich verzichten – zu teuer und zu gefährlich. Kurzfristig könnte also noch mehr Geld für das Aktienrückkaufprogramm zur Verfügung stehen. Zudem hat das Unternehmen jüngst die Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von 50 Prozent bestätigt. 2018 werde demnach eine Dividende von 8,40 Euro pro Aktie angestrebt, was einer Dividendenrendite von über vier Prozent entspräche.

Basisinvestment im DAX

Die Allianz glänzt mit einem starken operativen Geschäft, einer stattlichen Dividendenrendite sowie einem aussichtsreichen Chartbild – und all das bei einer attraktiven Bewertung (KGV 18e: 12) Hier stimmt derzeit einfach alles. Die Aktie bleibt der Branchenfavorit und einer der Top Picks im DAX.