Trotz Gefahren: Der Hype um die App "Wish" ist enorm

Die App “Wish” hängt derzeit den deutschen Handel ab. (Symbolbild: Getty Images)

Passend zur WM werben Fußballstars wie Gareth Bale, Paul Pogba, Gigi Buffon und Neymar in einem Video für die Shopping-App Wish. Eine Riesen-Hype, der den deutschen Handel ganz schön in Bedrängnis bringt. Dabei birgt das Shoppen per App auch Risiken.

Jahrelang standen Konzerne wie Amazon oder Ebay unangefochten ganz vorne auf der Liste der Onlinemärkte und Onlinehändler, doch diese rosigen Platzhirschzeiten sind vorbei. Sieben Jahre nach dem Launch findet die App Wish in den USA wie in Europa immer mehr Anhänger. Und dieser Trend scheint sich fortzusetzen.

Umfrage: Welchen Fast-Food-Ketten vertrauen die Deutschen?

Das „Handelsblatt“ berichtet von einer Auswertung des Datendienstleisters Similarweb, wonach Wish Anfang des Jahres bei den iPhone-Nutzern auf Platz drei der Shopping-Apps lag. Direkt hinter Ebay und Amazon, bei Usern von Android-Geräten landete Wish auf dem vierten Platz. Aus dem Bericht geht auch ein eindeutiger Verlierer hervor, der viele Namen hat: die deutschen Händler. Von ihnen schaffte es allein Amazon in die Top Ten, wo das Unternehmen den achten Platz belegte. Danach kommt lange nichts, bevor iPhone-User Lidl auf Platz 22 haben und bei Android Media Markt auf Platz 33 liegt.

40 Prozent der Kunden kaufen schon über mobile Geräte

Dass Wish eine App nur für Smartphones und entsprechend optimiert ist, hat direkt mit einer anderen Entwicklung zu tun: Mittlerweile läuft Online-Shopping bei 40 Prozent der Kunden über mobile Geräte. Mit günstigen Angeboten wie Smartwatches für unter 10 Euro oder Turnschuhen, die noch günstiger sind, setzt Wish vor allem auf Impulskäufe und lockt Schnäppchenjäger.

In der Galerie: Die beliebtesten Tafelschokoladen Deutschlands

Dass es bei solchen Preisen auch Risiken geben muss, liegt auf der Hand. Neben der Qualität der oft in China gefertigten Waren bestehen diese in langen Lieferzeiten und darin, dass Käufer bei Problemen nicht auf die Unterstützung des Online-Händlers zählen können, sondern den Händler selbst kontaktieren müssen. Datenschützer kritisieren zudem, dass der App bei der Installation weitgehender Zugriff auf Kontakte, Fotos und Daten auf dem Smartphone eingeräumt wird.

Im Video: Millionen zurückgegebener Pakete – Was machen Amazon und Co. mit den Retouren?