Trotz Corona : Hamburger Klinik will Kurzarbeit – Belegschaft fassungslos

Kliniken in Deutschland sollen planbare Eingriffe verschieben, um Platz für Corona-Patienten zu schaffen. Das beschlossen die Ministerpräsidenten der Länder und die Bundesregierung. Eine Hamburger Klinik will jedoch stattdessen Kurzarbeit einführen – mitten in der Corona-Krise. Die Kritik daran ist heftig. 

Die Schön Klinik im Hamburger Stadtteil Eilbek hat einen Entwurf einer Betriebsvereinbarung zu Kurzarbeit dem Betriebsrat vorgelegt, das schreibt die Gewerkschaft ver.di in einer Pressemitteilung. Die Anzahl der Behandlungen gehe offenbar zurück, weil viele Patienten aus Angst selbst absagen würden. Die Klinik will deshalb offenbar Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, um Geld zu sparen – obwohl Fachkräfte in der aktuellen Corona-Epidemie dringend gebraucht werden.

ver.di in Hamburg: Profite steigern auf Kosten der Allgemeinheit

„In der akuten Corona-Pandemie wird jede qualifizierte Hand im Gesundheitswesen gebraucht. Es ist unfassbar, dass die Schön Klinik jetzt Kurzarbeit vorbereitet. Offensichtlich will der kommerzielle Krankenhausbetreiber hier auf Kosten der Allgemeinheit seine Profite steigern“, erklärt Hilke Stein, Fachbereichsleiterin für das Gesundheitswesen bei ver.di HH, in einer Pressemitteiung. 

Mitarbeiterin in Hamburg: Klinik will wohl politischen Druck ausüben

„Es soll in jedem Fall Kurzarbeit kommen“, bestätigte eine Klinikmitarbeiterin im Gespräch mit der MOPO die Klinik-Pläne. Es sei jedoch noch nicht klar, in...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo