Trotz "Augenöffner" bei den Tests: Kurt Busch lobt neues Next-Gen-NASCAR-Auto

Chris Lugert
·Lesedauer: 2 Min.

Ein Jahr vor der Einführung der neuen NASCAR-Autos sieht der frühere Champion Kurt Busch die Entwicklung des "Next-Gen"-Fahrzeugs auf einem guten Weg, hat jedoch noch Verbesserungspotential erkannt. Vor allem das Auspuffsystem sei für die Fahrer derzeit noch nicht optimal ausgelegt.

"Aktuell ist es ein geteiltes System, die Abgase werden also sowohl nach rechts als auch nach links abgeleitet. Das bedeutet, dass sie direkt unter dem Fahrer nach links geführt werden. Wir müssen daher besser isoliert werden, es braucht eine bessere Belüftung und mehr Kühlung", sagt der 42 Jahre alte Champion von 2004 zu 'Motorsport.com'.

Die neue Fahrzeuggeneration feiert im kommenden Jahr ihr Debüt in der NASCAR-Serie. Ursprünglich war die Einführung bereits für diese Saison geplant, aufgrund fehlender Testmöglichkeiten infolge der Corona-Pandemie wurde der Zeitplan aber angepasst. Ganassi-Pilot Busch, der beim Daytona 500 am vergangenen Sonntag den 22. Platz belegte, zog mit Blick auf die Neuerungen größtenteils aber ein positives Fazit.

Neuer Zeitplan wegen Corona

Die aktuelle Fahrzeug-Generation wird im kommenden Jahr abgelöst (Symbolbild)

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Die aktuelle Fahrzeug-Generation wird im kommenden Jahr abgelöst (Symbolbild)Motorsport Images

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"Das Auto hat viele gute Qualitäten. Die Bremsen, das sequentielle Getriebe, die Aufhängung und alle Arten der verschiedenen Aero-Komponenten, von denen ich glaube, dass sie helfen, das Auto an alle möglichen Strecken anzupassen", sagt Busch.

Bei seiner Testfahrt in Charlotte im vergangenen November hatte er das neue Auto sowohl auf dem Oval als auch auf dem Straßenkurs getestet. Während er die Richtungswechsel und Beschleunigung auf dem Rundkurs lobte, habe er bei der Steuerlast auf dem Oval Probleme erkannt, die ein "Augenöffner für NASCAR und die Teams" gewesen seien.

Er zeigt sich aber optimistisch, die letzten Feinheiten des Autos bis zum Renndebüt im kommenden Jahr in den Griff zu bekommen. "Insgesamt gibt es viel Positives und mit einem weiteren Jahr Entwicklung wird es bei der Einführung 2022 eine gute Figur machen", ist Bush überzeugt.

Mitte März werden die Testfahrten in Richmond fortgesetzt, wenig später sollen dann erstmals alle drei Hersteller - Toyota, Chevrolet und Ford - mit jeweils eigenen Modellen am Testbetrieb teilnehmen.

Mit Bildmaterial von Charlotte Motor Speedway.