Trotz Aktiencrash & angeblichem Hackerangriff: Bitcoin & Co halten sich stabil

Nikolas Kessler
1 / 1
Bitcoin & Co tiefrot – Sinneswandel beim IWF

Während die US-Aktienindizes gestern Abend erneut deutlich eingeknickt sind, konnte sich der Kryptomarkt der Talfahrt diesmal weitgehend entziehen. Selbst Gerüchte über einen Hackerangriff auf die Kryptobörse Binance hat der Markt locker weggesteckt.

Die meisten großen Coins notieren im Vergleich zum Vortag kaum verändert, Bitcoin Cash hat zwischenzeitlich sogar eine deutliche Erholungsrallye gestartet. Die Bitcoin-Abspaltung hat zeitweise fast 40 Prozent zugelegt und notiert nun auf 24-Stunden-Sicht mit plus 8,1 Prozent immer noch komfortabel im Plus. Seit der Kurs im allgemeinen Abverkauf am Dienstag bis auf 674 Dollar abgebröckelt war, stand im Zwischenhoch bei 1.345 Dollar heute Nacht sogar ein Anstieg von 75 Prozent zu Buche.

Zur Begründung für das starke Comeback wird neben dem allgemeinen Rebound bei vielen Kryptowährungen vor allem auf die technischen Vorteile gegenüber dem Bitcoin verwiesen. Transaktionen mittels Bitcoin Cash gelten als vergleichsweise schnell und kostengünstig.

Beim Bitcoin selbst hat die Gegenbewegung im gestrigen Tagesverlauf zunächst im Bereich von 8.500 Dollar an Schwung verloren. Mit einem Minus von rund zwei Prozent notiert er zwar moderat in der Verlustzone, von der Marke von 8.000 Dollar konnte sich der Kurs inzwischen aber wieder deutlicher nach oben absetzen.

Zhao vs. McAfee

Die Betreiber der beliebte Kryptobörse Binance haben derweil Gerüchte zurückgewiesen, wonach sie einen Hackerangriff vertuschen wollen. Die Website der Börse war gestern außerplanmäßig offline gegangen und Transaktionen sowie Abhebungen zeitweise nicht möglich. Binance-CEO Chengpeng Zhao machte bei Twitter Serverprobleme für den Ausfall verantwortlich und lieferte regelmäßig Updates.

Dennoch kamen schnell Spekulationen auf, wonach der wahre Grund für den Ausfall ein Hackerangriff sei. So schrieb John McAfee ebenfalls bei Twitter, er habe verschiedene Berichte über einen Hack bei Binance erhalten. Zhao postete daraufhin die Adressen der Ethereum- und Bitcoin-Wallets von Binance, um zu beweisen, dass sämtliche Coins nach wie vor da sind. Am Morgen hat die Kryptobörse zudem Entwarnung gegeben und den Handel wieder aufgenommen.

Wohin geht die Reise?

Dass sich der Kryptomarkt trotz Aktiencrash und dem angeblichen Binance-Hack weitgehend stabil hält, ist in jedem Fall positiv zu werten. Klare Kurstreiber sind derzeit allerdings Mangelware. Die Unsicherheit scheint nach dem deutlichen Rücksetzer der vergangenen Tage weiterhin hoch.

Auszüge dieses Artikels sind zuerst im kostenlosen Newsletter bitcoin report Daily erschienen. Darin werden Sie täglich über News, Gerüchte, neue Coins und lukrative Kaufsignale aus der Krypto-Szene informiert. Einfach hier ohne Verpflichtungen anmelden.