Leipzig zu grün - Hasenhüttl kritisiert sein Team

Ralph Hasenhüttl war nach dem Remis in Leverkusen enttäuscht

RB Leipzig hat die Gunst der Stunde nicht nutzen können und muss um seine seine Position als Bayern-Jäger Nummer eins fürchten.

Der Vizemeister kam bei Bayer Leverkusen nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus und verpasste es dadurch, sich weiter von der Konkurrenz abzusetzen. Am Sonntag kann Schalke 04 durch einen Erfolg gegen den Hamburger SV die Sachsen vom zweiten Rang verdrängen. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur

Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl wurmte mächtig, dass seine Mannschaft in Überzahl ab der 52. Minute noch die Führung und somit zwei Punkte verspielt hatte (Ergebnisse/Spielplan der Bundesliga). "Nach dem Platzverweis und der anschließenden Führung war sicher mehr für uns drin", meinte der Österreicher.  

Der Rückstand der Sachsen auf Spitzenreiter Bayern München wuchs somit auf sechs Zähler (Die Tabelle der Bundesliga).

Hasenhüttl warnt vor Rückspiel in Monaco

"Heute haben wir gesehen, dass wir in manchen Situationen noch grün sind", resümierte Hasenhüttl und warnte mit Blick auf das Champions-League-Spiel am Dienstag in Monaco (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER).

"Wir müssen am Dienstag gewinnen und deshalb werden wir das Spiel genau aufarbeiten. Wir dürfen in Monaco nicht solche Geschenke machen wie heute. Deshalb lege ich den Finger in die Wunde", sagte Hasenhüttl.


Trainer widerspricht seinem Kapitän

Damit widersprach der Trainer seinem Kapitän Willi Orban, der sich von dem Unentschieden bei der Werkself Rückenwind für das vorletzte Gruppenspiel der Sachsen in der Königsklasse versprach. "Wir können mit mehr Mut und Selbstvertrauen antreten als beim Hinspiel. Da wussten wir noch nicht, wo wir standen", sagte Orban mit Blick auf das 1:1 im Hinspiel gegen die Monegassen Mitte September.  

Hasenhüttl hingegen mahnte: "Wenn wir noch das Achtelfinale erreichen wollen, dürfen wir uns international nicht solche Fehler erlauben."


Volland erzielt den Ausgleich

Nach der Roten Karte für Benjamin Henrichs wegen absichtlichen Handspiels und dem anschließenden 2:1 durch den Strafstoß von Emil Forsberg sprach alles für die Gäste, die aber mit einem Mann mehr ins Schwimmen gerieten und Glück hatten, dass sie nur noch den Ausgleich durch Kevin Volland (74.) kassierten.

Leipzig war durch einen Foulelfmeter von Timo Werner (13.) in Führung gegangen, ehe Leon Bailey (44.) das 1:1 gelang. 


Herrlich gibt "irregulären Treffer" zu

Dass in dieser Szene Naby Keita verletzt am Boden lag, erhitzte nur kurz die Gemüter. "Ich habe mich mehr über unser Abwehrverhalten geärgert als darüber, dass Bayer weitergespielt hat", sagte Hasenhüttl und sein Bayer-Kollege Heiko Herrlich stellte fest: "Das war ein regulärer Treffer, da nur der Schiedsrichter das Spiel bei einer Verletzung unterbrechen soll."

Der Leverkusener Coach lobte zudem Mentalität und Moral seiner Mannschaft, die in dieser Saison vor eigenem Publikum ungeschlagen blieb.

Leverkusen mit starker Moral

Auch Sportdirektor Rudi Völler war happy: "Das war eine tolle Leistung von uns. Wie wir nach dem Platzverweis zurückgekommen sind, verdient Respekt. Wir sind zwar in der Tabelle keinen Schritt weiter gekommen, aber das werden wir auch noch schaffen, wenn wir so weiterspielen."