Trockenheit lässt Edersee-Ruinen wieder auftauchen

Touristen auf der sonst im Edersee versunkenen Brücke. In Hessens größtem See tauchen derzeit Ruinen auf, die sonst unter der Oberfläche liegen. Foto: Uwe Zucchi/Archiv

Fehlende Niederschläge haben die Ruinen der verlassenen Dörfer im nordhessischen Edersee wieder auftauchen lassen. Laut dem Wasser- und Schifffahrtsamt lag der Füllstand der Edertalsperre zuletzt bei nur 32 Prozent.

«Der See ist so leer wie seit ewigen Zeiten nicht», sagt Uwe Neuschäfer vom Förderverein zum Erhalt der Dorfstelle Berich. Berich war eines der Dörfer, die beim Bau der Staumauer in den Jahren 1908 bis 1914 aufgegeben werden mussten.

Für die Ferienregion, die jedes Jahr 700 000 Übernachtungen und drei bis vier Millionen Tagesgäste registriert, werden die Ruinen immer wichtiger. Sie locken auch dann Touristen an, wenn es an Wasser im See mangelt. Um die alten Dorfstellen zu erhalten, gibt es verschiedene Ansätze: Während man in Berich Gebäude wieder aufmauert, soll der alte Ort Bringhausen virtuell per Handy und Tablet sichtbar gemacht werden.

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