Trockene Heizungsluft: So macht Sie die Wärme nicht krank!

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Im Oktober beginnt für viele die offizielle Heizungsperiode. Es ist ja auch gemütlich, im wohlig warmen Wohnzimmer auf der Couch zu lümmeln, Tee zu trinken und Serien zu schauen. Doch sobald wir die Heizung anstellen, spielt auch unser Körper verrückt: Unsere Haut wird trocken und schuppt, die Haare hängen bald spröde herunter und der Hals kratzt – kein Wunder, dass viele zu Beginn der Heizungsperiode auch erst mal krank werden. Denn wenn unsere Schleimhäute austrocknen, haben Viren und Co. perfekte Bedingungen.

Experten empfehlen deshalb, dass die Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen zwischen 30 und 35 Prozent liegen sollte. Wird dieser Wert unterschritten – eben durch trockene Heizungsluft -, fühlen wir uns nicht wohl. Doch was kann man dagegen tun – ohne frieren zu müssen?

Wasser marsch!

Es klingt logisch: Um Trockenheit zu bekämpfen, sollten wir mit Wasser dagegen vorgehen. Das kann auf vielerlei Wegen geschehen. Zuerst einmal sollten Sie bei sich selbst für eine ausreichende Befeuchtung sorgen: Trinken Sie also, was das Zeug hält! Mit mindestens 1,5 Liter pro Tag halten Sie ihre Schleimhäute von innen feucht.
Daneben hilft es auch, ein kleines, mit Wasser gefülltes Tongefäß auf den Heizkörper zu stellen. Das Wasser verdunstet und hält den Raum so feucht. Ein Wäscheständer mit nasser Kleidung im Raum hat übrigens die gleiche Wirkung.

Machen Sie Ihre Wohnung grün

Pflanzen sehen nicht nur hübsch aus, sie können auch gerade im Winter für ein besseres Raumklima sorgen. Dafür müssen Sie keinen Regenwald im Wohnzimmer aufstellen, ein paar Zimmerpflanzen reichen völlig aus.
Am besten sind große, tropische Pflanzen – Farne, Bambuspalmen oder Goldfruchtpalmen sind dafür bekannt, einem Zimmer auf natürliche Weise Luftfeuchtigkeit zu spenden.

Lassen Sie Luft rein!

Jeder sollte seine Fenster regelmäßig für fünf bis zehn Minuten öffnen, um frische Luft hereinzulassen – auch im Winter. In der kalten Jahreszeit trägt das Stoßlüften dazu bei, um überschüssige Feuchtigkeit aus dem Raum zu lassen. Das klingt jetzt erst mal kontraproduktiv – doch leider ist die Wahrscheinlichkeit der Schimmelbildung gerade im Winter sehr hoch, da wir uns in der kalten Jahreszeit oft nicht trauen, die Fenster aufzumachen. Steigt die Luftfeuchtigkeit in einem Raum aber auf über 60 Prozent an, kann das zu Schimmelbefall führen, was am Ende gesundheitlich noch schädlicher ist, als zu trockene Luft.

Wenn nichts mehr hilft: Luftbefeuchter

Wer auf der sicheren Seite stehen möchte, kann sich einen Luftbefeuchter in den Raum stellen. Er bringt Wasser zum Kochen und bedampft dadurch den Raum. Das ist effektiv, hat aber nicht nur Vorteile: Beschaffungskosten und Energieverbrauch sind recht hoch. Zudem muss man darauf achten, dass plötzlich nicht eine zu hohe Luftfeuchtigkeit herrscht – sonst hat man schnell das Problem mit dem Schimmel.