Trio Infernale: Amazon, Google und Microsoft zünden Kurs-Feuerwerk

Martin Weiß
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Trio Infernale: Amazon, Google und Microsoft zünden Kurs-Feuerwerk

Wachstum, Wachstum, Wachstum – mit ihren Q3-Zahlen haben die führenden US-Tech-Konzerne die Prognosen regelrecht vom Tisch gefegt. Vor allem ein Unternehmen überzeugte auf ganzer Linie.

Hohe Erwartungen – übertroffen!

Die Erwartungshaltung war hoch – und Amazon hat sie mit Leichtigkeit übertroffen. Der am Donnerstag veröffentlichte Q3-Umsatz von 43,7 Milliarden Dollar lag dank der Übernahme der Supermarktkette WholeFoods um 1,6 Milliarden über den Konsensschätzungen. Bei Ergebnis gab sich der Bezos-Konzern ebenfalls keine Blöße und wies mit 0,52 Dollar einen um drei Cent höher als prognostizierten Gewinn aus.

Die Aktie schoss nach der Veröffentlichung um sieben Prozent in die Höhe und notiert bei 1.050 Dollar in der Nähe des im Juli markierten Rekordhochs (1.083 Dollar).

Was die Anleger regelrecht elektrisierte: Amazons Cloud-Sparte AWS. Das Segment wuchs um 42 Prozent auf 4,58 Milliarden Dollar und generierte einen operativen Gewinn von 1,17 Milliarden Dollar. Um diesen Wert in eine Perspektive zu bringen: Amazons gesamter operativer Gewinn betrug lediglich 347 Millionen Dollar.

Fazit: Amazon meldet sich mit fulminanten Quartalszahlen ebenso fulminant zurück. Die Aktie dürfte nun die Seitwärtsbewegung beenden und wieder den übergeordneten Aufwärtstrend aufnehmen.

Dasselbe gilt für Alphabet. Der Marktführer bei der bezahlten Suche meldete einen Umsatzsprung um 24 Prozent auf 27,8 Milliarden Dollar – auf diesem Niveau eine ziemliche Leistung (wie auch bei Amazon). Der Gewinn erhöhte sich um 35 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar. Bei allen sonstigen Experimenten, die Alphabet seit geraumer Zeit unternimmt – die sogenannten „Other Bets“ – meldete der Konzern einen Umsatz von 3,4 Milliarden Dollar. Rechnet man hierbei die Erlöse raus, die auf Google-Produkte entfallen, bleiben Erlöse von 302 Millionen Dollar.

Fazit: Keine Frage, die Q3-Zahlen von Alphabet waren bockstark. Allerdings ist das ein Verdienst von Google – und sonst niemandem. Die Aktie bleibt attraktiv bewertet und auf dem aktuellen Niveau von 1.000 Dollar ein Kauf.

Während sich Alphabet – Google! – weiter auf die Suche als Brot- und Buttergeschäft konzentriert, steht das Geschäftsmodell bei Microsoft auf mehreren Füßen. Neben der Office- und der Games-Sparte überzeugte der Softwareriese im letzten Quartal vor allem mit seinen Cloud-Angeboten. Der Umsatz in diesem Segment erhöhte sich um 14 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar, wobei „Azure“ um 90 Prozent zulegte.

Insgesamt verbuchte Microsoft Quartalserlöse von 24,5 Milliarden Dollar (+12 Prozent) und unter dem Strich einen Gewinn von 6,6 Milliarden Dollar.

Viele Anleger hatten vor Beginn der Q3-Ergebnissaison befürchtet, dass die Branchenschwergewichte aus dem Tritt kommen könnten. Diese Sorge war unbegründet, wie die Veröffentlichungen von Amazon und Co nun eindrucksvoll belegen. Das Stimmungsumfeld für Tech-Aktien hat sich damit deutlich aufgehellt und dürfte in den kommenden Wochen die Kurse antreiben.

Um von einem Anstieg der Tech-Schwergewichte optimal zu profitieren, ohne auf Einzelinvestments setzen zu müssen, sollten Investoren den GAFAM-Index ins Auge fassen. GAFAM steht für Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft und bildet damit die Creme de lá Creme der US-Tech-Szene ab. Mit dem GAFAM Faktor-Zertifikat (WKN: MF05EM) mit dem Faktor 2 partizipieren Anleger vom günstigen Börsenumfeld und den Chancen, die sich Tech-Firmen in den letzten Monaten des Börsenjahres 2017 eröffnen. Aktuell notiert das Zertifikat bei 160,97 Euro.

Hier das Zertifikat im Vergleich zum DAX: