Tribüne droht: Tönnies' heftige Reaktion auf den Goretzka-Deal

Leon Goretzka stehen schwere Zeiten bevor

Der Wechsel von Leon Goretzka vom FC Schalke zum FC Bayern hat nicht nur die Fans der Königsblauen schwer verärgert. Auch Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies ist mit der Entscheidung des 22-Jährigen überhaupt nicht einverstanden. 

"Meine erste Reaktion war: Das Trikot von Schalke 04, das solltest du am Besten nicht mehr tragen", sagte der Unternehmer am Sonntag bei Sky. Tönnies gab zu, "emotional aufgeladen" zu sein. "Wir haben alles getan, um ihn zu halten, sind an die Grenze gegangen. Wir haben gesagt: Du gehörst hierher, das ist zu früh für Dich."


Goretzka wechselt am Ende der laufenden Saison zum Rekordmeister aus München. Für Tönnies ist das der falsche Zeitpunkt.

"Ich persönlich bin der Meinung, dass es zu früh ist. Er hätte noch zwei Jahre bleiben und dann als großer Star gehen sollen", erklärte der 61-Jährige. Die Fans hatten Goretzka nach Bekanntgabe des Transfers bei einem öffentlich Training lautstark kritisiert. Nicht zuletzt wegen der teils heftigen Reaktion der S04-Anhänger steht nun sogar ein sofortiger Wechsel im Raum. 

Goretzka wegen Fans auf die Tribüne?

"Wenn Rummenigge (Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, d. Red.) anruft, nehmen wir den Hörer ab - und dann kann man darüber sprechen. Wir müssen jetzt klug handeln. Die Fans spielen da eine große Rolle." Tönnies schloss sogar noch weit drastischere Schritte nicht aus. Wenn sich ablehnende Haltung der Fans negativ auf die Mannschaft auswirke, könne es sein, dass "Goretzka bis zum Saisonende auf die Tribüne muss."


Letztlich sei der Wechsel aber Goretzkas Entscheidung, "wir müssen das akzeptieren. Schalke 04 wird davon nicht untergehen", so der Schalke-Boss. Goretzka erhält bei den Bayern einen Vierjahresvertrag bis 2022, sein Kontrakt auf Schalke läuft im Sommer aus. Somit konnte er ablösefrei an die Isar wechseln.