Trendsport: Schrei, wenn du kannst! Rage-Yoga erobert Berlin

Die Erfinderin des Rage Yoga ("Wut-Yoga"), Lindsey Istace, zeigt ihrer Klasse Übungen

Der langgezogene Raum ist dunkellila ausgeleuchtet und mit pinkfarbenen Matten ausgelegt. Lindsay Istace betritt die Bühne, flankiert von drei Assistenten. Sie ist Yogalehrerin, von ihrer Dynamik wirkt sie aber eher wie eine Fitnesstrainerin. Im Hintergrund läuft Metal. Metal? Für die 25-jährige Kanadierin kein Widerspruch zum Yoga. Jedenfalls nicht zu ihrer Lesart von Yoga. Und die heißt Rage Yoga. Wut-Yoga. Statt Om gibt es auch mal einen lauten Schrei. Statt fließender Bewegung auch mal einen kräftigen Kick. Statt sphärischer Klänge harte Bässe.

An die 100 junge Frauen sind in der vergangenen Woche ins Glashaus der Arena gekommen, um bei dem ungewöhnlichen Yoga-Event mitzumachen. Männer sind kaum dabei. Die weibliche Übermacht liegt sicher auch am Titel der Veranstaltung, #pussyispower. Es ist der Titel einer Kampagne der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung, die ein Bewusstsein für die Benachteiligung junger Frauen und Mädchen in den ärmsten Ländern der Welt schaffen möchte. Rage- oder Wut-Yoga soll nun auch dabei helfen, der Initiative mehr Gehör zu verschaffen.

Vorstellen können sich die drei Studentinnen Annelie, Jana und Paula darunter allerdings erst einmal nicht viel. Auf das Yoga-Event sind sie durch die Bloggerin Mirella gestoßen. "Die Idee finde ich megacool", sagt die 19-jährige Annelie, "außerdem ist das Angebot umsonst."

Jana hat schon vor ihrem Studium ein Freiwilliges Soziales Jahr in Ghana absolviert, die 19-Jährige weiß daher, mit welchen Problemen die Mädchen ...

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