Treibstoffleck verzögert Startvorbereitungen für US-Mondrakete

Ein Treibstoffleck hat am Samstag die Startvorbereitungen für den Jungfernflug der neuen US-Mondrakete SLS verzögert. Wenige Stunden vor dem geplanten Abheben der Rakete der Mission Artemis 1 wurde ein Leck an einem Rohr entdeckt, mit dem rund drei Millionen Liter Wasserstoff und flüssiger Sauerstoff in die Tanks gepumpt werden sollten, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Die Nasa äußerte sich zunächst nicht dazu, inwieweit das Problem den ab 14.17 Uhr Ortszeit (20.17 MESZ) geplanten Start verzögern könnte.

Am Montag war der Start wegen eines technischen Problems kurzfristig abgesagt worden. Meteorologisch herrschten am Samstag gute Startbedingungen: Laut Nasa lagen die Chancen auf gutes Wetter zu Beginn des zweistündigen Zeitfensters bei 60 Prozent und sollten später bis auf 80 Prozent steigen. Die Behörden erwarteten bis zu 400.000 Schaulustige an den Stränden rund um das Kennedy Space Center in Florida.

Sollte der Start am Samstag wieder nicht stattfinden können, könnte er auf Montag oder Dienstag verschoben werden. Danach gibt es erst wieder ab dem 19. September eine neue Startmöglichkeit.

Die unbemannte SLS-Rakete soll eine Orion-Kapsel ins All bringen. Anschließend soll die Orion-Kapsel den Mond in rund hundert Kilometern Entfernung umkreisen. Die Artemis-1-Mission soll mehrere Wochen dauern.

Deutschland leistet unter anderem mit dem hauptsächlich hierzulande gebauten Service- und Antriebsmodul von Orion einen Beitrag zu der Nasa-Mission. Die Folgemission Artemis 2 soll Astronauten in eine Mond-Umlaufbahn bringen, mit Artemis 3 soll frühestens 2025 eine Mondlandung glücken.

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