Treffen von Industrie und Politik: Was wir vom Diesel-Gipfel am Mittwoch erwarten

Fünf Vorschläge, die Autobesitzern und der Umwelt helfen könnten.

Nationale Gipfel werden von der Bundesregierung gerne einberufen, um der Öffentlichkeit zu zeigen: Wir tun was. Konkrete Ergebnisse sind eher selten, aber alle sind irgendwie beruhigt. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) lag daher mit der Idee für einen Diesel-Gipfel in der Sommerpause richtig. Zumindest aus seiner Sicht des Autoindustrieverstehers.

Doch Berichte über ein groß angelegtes Kartell der Autokonzerne und ein Urteil aus Stuttgart mit Signalwirkung, das Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in großen Städten immer wahrscheinlicher macht, haben die Lage grundlegend geändert. Der Gipfel am Mittwoch, an dem neben dem Kanzleramt vier Ministerien, neun Länder-Ministerpräsidenten, die Chefs von VW, Daimler, BMW, Audi, Porsche, Opel und Ford sowie Industrieverbände und Gewerkschaften teilnehmen werden, muss konkrete Ergebnisse bringen. Beruhigungspillen reichen nicht mehr. Fünf Punkte, die am Mittwoch beschlossen und dann umgesetzt werden müssen:

Kostenlose Nachrüstung

Notwendig ist zu zuallererst eine für Dieselbesitzer kostenlose Nachrüstung ihrer  Fahrzeugen. Das muss durch eine Kombination aus einem Software-Update und einem zusätzlichen Katalysator geschehen. Dafür machen sich nicht nur Umweltschützer und das Umweltbundesamt, sondern auch der ADAC stark. Nur so lassen sich die Emissionen von Stickoxiden (NOX) der Pkw auf ein Maß beschränken, mit dem die Grenzwerte in den Städten eingehalten werden können. Ziel muss sein, eine Kombination aus einem Speicher-Kat, der einen Teil der Stickoxide in einem zusätzlichen Verbrennungsvorgang neutralisiert, mit der SCR-Technik, die NOX mit Harnstoff in harmlosen Stickstoff und Sauerstoff zerlegt, bei Diesel-Pkw durchzusetzen. Bei modernen Pkw,...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung