Traurige Rache-Biografie? Trump-Sprecherin stichelt gegen Hillary Clinton

Hillary Clintons Biografie „What Happend“ dürfte Trump missfallen. (Bild: dpa)

Monatelang hatte Hillary Clinton nach ihrer Wahlniederlage die Füße still gehalten. Jetzt teilt die Ex-Präsidentschaftskandidatin mit ihrem Buch „What Happend“ (dt.: „Was passiert ist“) richtig aus und rechnet unter anderem mit Donald Trump ab. Die Pressesprecherin des US-Präsidenten lässt das natürlich nicht unkommentiert.

Auf rund 500 Seiten packt Hillary Clinton aus und erklärt, weshalb sie ihrer Meinung nach die Wahl gegen den politischen Quereinsteiger Trump verloren hat. Ihr Gegner habe die Gefühle der Verunsicherten besser bedient und „Menschen, die beunruhigt waren wegen der Fortschritte, die andere machten“, Hoffnung gegeben und Trost gespendet. Sie gesteht außerdem eigene Fehler ein.

Sarah Sanders äußert sich zur Clinton-Biografie. (Bild: Carolyn Kaster/AP/dpa)

Während sie an ihrem Wahlprogramm arbeitete, habe er sich in den Medien ausgetobt. „Manchmal frage ich mich: Wenn man zusammenrechnet, was er auf Golfplätzen, bei Twitter und vorm Fernseher an Zeit verbringt, was bleibt dann noch übrig?“, so ein Zitat aus dem Buch. Clinton ist sich außerdem sicher: Es habe Kontakt zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung und „eine Form von Vereinbarung“ gegeben, um ihre Kampagne zu sabotieren.

Clinton macht ihrem Ärger über den verlorenen Wahlkampf Luft. (Bild: dpa)

Diese Vorwürfe lässt man im Weißen Haus nicht einfach auf sich sitzen. Pressesprecherin Sarah Sanders erklärte am Dienstag, das Buch sei nach ihrer Wahlniederlage und einer der „schlechtesten Kampagnen der Geschichte“ eine „traurige“ Art, weiterhin gegen Trump auszuteilen. „Das letzte Kapitel ihres öffentlichen Lebens wird nun dadurch definiert, dass sie mit falschen und rücksichtlosen Attacken ihre Buchverkäufe aufbessern will“, so Sanders.

Auf die Frage, ob Donald Trump das Buch lesen werde, antwortete sie: „Ich denke, er ist bereits bestens damit vertraut, ‚was passiert ist’.“ Ein Leser weniger also für Hillary Clinton, doch das dürfte nichts ausmachen. „What Happend“ stieg direkt nach dem ersten Verkaufstag auf Platz 1 der Amazon-Bestsellerliste ein.