Traurige Bilanz: Diese Tiere sind im Jahr 2017 ausgestorben oder akut bedroht

Diese Fischkatze wurde im August 2013 im Zoo von Duisburg geboren. In Indonesien ist die Rasse inzwischen ausgestorben. (Bild: AP Photo)

Am Ende eines jeden Jahres veröffentlicht der Biologe David Steen eine Liste mit Tieren, die in den vergangenen zwölf Monaten sehr wahrscheinlich ausgestorben oder akut gefährdet sind. 2017 trifft es vor allem die Tierpopulation einer australischen Insel.

Insgesamt vier Tierarten sind dieses Jahr laut dem Biologen David Steen von der Auburn University im US-Bundesstaat Alabama ausgestorben. Bei allen Arten handelt es sich um Tiere von der australischen Weihnachtsinsel.

Neben der Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus gelten der sogenannte Lister’s Gecko, die Glattechse Emoia nativitatis sowie der Skink Cryptoblepharus egeriae, der durch einen auffälligen blauen Schwanz gekennzeichnet ist, inzwischen als ausgestorben. Und das, obwohl die Weihnachtsinsel seit 1980 zu zwei Dritteln unter Naturschutz steht.

Auf der Insel bedrohen aus Afrika eingeschleppte aggressive Gelbe Spinnerameisen die autochthone Tierwelt sowie das Ökosystem. Das Artensterben soll unter anderem auch damit zu tun haben.


Die nun für ausgestorben erklärten Tierarten gelten schon seit mehreren Jahren als bedroht: So wurden der Lister’s Gecko und der Skink zum letzten Mal in den Jahren 2010 beziehungsweise 2012 in freier Wildbahn gesichtet. Eine Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus zeigte sich 2008 zum letzten Mal.



Darüber hinaus listete David Steen die Fischkatze als akut gefährdet. In Indonesien gilt die Wildkatze bereits als ausgestorben, da man trotz mehrerer Dschungelkameras seit langem keine Bilder mehr eingefangen hat. Allerdings gibt es in anderen südostasiatischen Ländern sowie internationalen Zoos noch einige Bestände.


Für die kommenden Jahre zählt Steen 70 Tierarten auf, die als vom Aussterben bedroht gelten.