Transfergerücht: Borussia Dortmund und Guangzhou Evergrande einigen sich auf Transfer von Pierre-Emerick Aubameyang, BVB-Bosse bleiben gelassen

Aubameyang ist nicht gut auf Journalist Carlo Wild zu sprechen. Vom Chefreporter des kicker fühlt er sich rassistisch angegangen. Der reagiert sofort.

Starstürmer Pierre-Emerick Aubameyang wechselt im Sommer von Borussia Dortmund nach China zum dortigen Top-Klub Guangzhou Evergrande. Dies meldet Sina Sports. Demnach hätten sich der BVB, Aubameyang und Guangzhou auf einen Transfer nach der laufenden Bundesliga-Saison verständigt.

Gerüchte um einen Wechsel des Gabuners sind nicht neu. Allerdings soll es in diesem Fall so gewesen sein, dass Aubameyang eigentlich schon vor einem Wechsel zu Beijing Guoan stand, sich dann aber doch noch umentschied. Während Beijing 60 Millionen Euro Ablöse bot und nach zweimonatigen Verhandlungen vor einem Durchbruch stand, torpedierte Guangzhou den Deal mit einer Last-Minute-Offerte in Höhe von 72 Millionen Euro, heißt es. Außerdem soll der Angreifer dort ein höheres Gehalt beziehen.

Aubameyang sagte Roger Schmidt persönlich ab

Beijing Guoan, das von Roger Schmidt trainiert wird, reagierte und ein Sprecher teilte mit Blick auf den Verlauf der Verhandlungen mit: "Es ist unprofessionell, das Transferziel eines anderen Klubs wegzuschnappen und den Preis des Transfers so rücksichts- und bedenkenlos in die Höhe zu treiben. Das setzt die Interessen des chinesischen Fußballs aufs Spiel."

Am Samstag bestätigte der Klub des ehemaligen Leverkusener Coaches der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, dass ein anderer CSL-Klub Guoan Aubameyang weggeschnappt habe. Guoan gab an, dass der Verein nach zweimonatigen Verhandlungen mit dem BVB kurz vor dem Abschluss des Vertrages gestanden habe, doch dann habe sich ein anderer CSL-Klub eingemischt und 20 Prozent mehr Ablösesumme geboten.

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In dem Bericht von Sina Sports heißt es weiter, Aubameyang habe Roger Schmidt persönlich angerufen und ihm von seiner Entscheidung berichtet, nicht in die Hauptstadt, sondern nach Guangzhou zu wechseln.

Im Reich der Mitte beginnt die neue Spielzeit am 3. März, aufgrund der Weltmeisterschaft in Russland wird die Sommerpause allerdings bis Mitte Juli ausgedehnt. Somit würde Aubameyang erst zur Rückrunde der chinesischen Liga auf Torejagd gehen.

Der 28-Jährige stürmt seit 2013 für den BVB. Er kam damals aus Saint-Etienne. Sein Vertrag beim amtierenden DFB-Pokalsieger läuft noch bis 2021.

BVB-Bosse sind gelassen

Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sagte dem kicker zu den neuen Meldungen: "Die Spekulationen um Pierre-Emerick Aubameyang werden so lange nicht abreißen, wie er bei uns spielen wird. Wir haben es uns abgewöhnt, das zu kommentieren."

Auch Sportdirektor Michael Zorc äußerte sich zu den neuerlichen Meldungen. "Spekulationen um Auba sind für uns nichts Neues. Das nervt uns auch nicht mehr wirklich. In den letzten Monaten ist er angeblich schon zu fünf Klubs transferiert worden", erklärte Zorc in Marbella, wo die Borussen ihr Wintertrainingslager aufgeschlagen haben.