Transfer-Schlappe: Rangnick verteidigt Brandrede

Ralf Rangnick ist seit 2012 Sportdirektor von RB Leipzig

Ralf Rangnick hat seine Forderungen nach gravierenden strukturellen und personellen Veränderungen im Scouting-Bereich bei RB Leipzig bekräftigt.

"Es ist dringend notwendig, dass wir da jetzt nachjustieren", sagte der Sportdirektor von RB bei Sky vor dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach.

Bei seinem Amtsantritt in Leipzig habe es noch gar keine Scouting-Abteilung gegeben, sagte der 59-Jährige. Vor fünfeinhalb Jahren habe RB gute Viertligaspieler gesucht. "Seit Beginn dieser Saison brauchen wir gute Spieler, die selbst Champions-League-Niveau haben", unterstrich Rangnick die rasant gestiegenen Anforderungen in Leipzig.

Kein Ersatz für Halstenberg

Am Freitag hatte Rangnick in einer bemerkenswerten Rede auch auf das erfolglose Werben um einen Ersatz für Linksverteidiger Marcel Halstenberg nach dessen Kreuzbandriss reagiert.

Die weit fortgeschrittenen Verhandlungen mit dem 16 Jahre alten Embalo, der als Perspektivspieler geholt werden sollte, scheiterten an den geforderten finanziellen Beteiligungen durch Embalos Berater. 

"Wir werden uns jetzt so aufstellen, dass wir in den nächsten Sommertransferperioden jeden Spieler auf der ganzen Welt kennen - jeden in Deutschland, jeden in Europa, oder China, Japan oder scheiß egal, wo es Fußballspieler gibt", sagte er.

Die anvisierten Änderungen in die Tat umzusetzen, brauche aber auch Zeit, betonte er am Samstag: "Wir können nicht blindlings Positionen austauschen."