Transatlantik-Koordinator: EU soll Verhalten Trumps verurteilen

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BERLIN (dpa-AFX) - Der Koordinator der Bundesregierung für die transatlantischen Beziehungen, Peter Beyer, erwartet von der EU, dass sie US-Präsident Donald Trump für sein Verhalten im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol in Washington klar verurteilt. "Das ist nicht nur eine nationale Angelegenheit der USA. Das ist eine Sache, bei der es einen internationalen Aufschrei geben muss", sagte der CDU-Politiker Beyer der Deutschen Presse-Agentur. "Im Grunde hat Trump die Demonstranten ermutigt, das Kapitol zu stürmen. Das muss ganz klar verurteilt werden auch durch die Staaten der EU in einem gemeinsamen Statement."

Kurz vor der Kongresssitzung zur Zertifizierung der Ergebnisse der US-Präsidentenwahl war der Wahlverlierer Trump am Mittwoch vor seinen Anhängern aufgetreten. Er hatte dabei seine unbelegten Wahlbetrugsvorwürfe wiederholt und seine Unterstützer dazu aufgerufen, zum Kapitol - dem Sitz des US-Parlaments - zu ziehen. Sie dürften sich den "Diebstahl" der Wahl nicht gefallen lassen. Anschließend erstürmten Randalierer das Kongressgebäude. Die beiden Kongresskammern mussten ihre Sitzungen abrupt unterbrechen, Parlamentssäle wurden geräumt, Abgeordnete in Sicherheit gebracht.