Heynckes-Nachfolge: Rummenigge legt sich fest

Karl-Heinz Rummenigge will einen deutschen Trainer beim FC Bayern haben

Der FC Bayern wird auch in der kommenden Saison auf einen deutschen Trainer setzen. 

Das bestätigte der Vorstandschef des Rekordmeisters, Karl-Heinz Rummenigge, am Sonntag bei Sky. Der Wunschkandidat der Bosse ist nach wie vor der aktuelle Erfolgscoach Jupp Heynckes.

"Bei uns gibt es die große Charmeoffensive von Uli Hoeneß - und wenn ich ehrlich bin, unterstütze ich die total", erklärte Rummenigge: "Wir wären doch schlecht beraten, wenn wir diesen hoch qualifizierten Trainer und wunderbaren Menschen kampflos aufgeben würden. Alle Spieler lieben ihn."

"Dürfen Jupp nicht drängen"

Zugleich erweckte er den Eindruck, als werde der 72 Jahre alte Heynckes seine bisher deutlich zum Ausdruck gebrachte ablehnende Haltung gegen eine Vertragsverlängerung mit der Zeit schon noch aufgeben.

Heynckes hatte zuletzt mehrfach betont, er werde nach dem 30. Juni nicht mehr Trainer des FC Bayern sein. 

"Zu meiner Situation habe ich alles gesagt. Und dazu werde ich auch nie mehr etwas sagen. Da können Sie Kopfstände machen und Gymnastikübungen und was weiß ich noch", so der Triple-Macher von 2013.


Rummenigge steuerte dem nun wieder entgegen: "Man muss abwarten. Jupp ist 72 und der Job als Trainer von Bayern München kostet Kraft und Energie. Wir dürfen ihn nicht drängen, sondern müssen das mit der notwendigen Eleganz angehen. Ich würde nicht ausschließen, dass Jupp auch am 1.7 auf unserer Bank sitzt."

Bayern hat noch keinen Plan B

Und wenn nicht, so Rummenigge, "werden wir einen deutschen Nachfolger für Jupp finden." Einen Favoriten gebe es aber noch nicht. 

Die mit den Münchnern in Verbindung gebrachten Kandidaten wie Bundestrainer Joachim Löw, Thomas Tuchel (zuletzt Borussia Dortmund), Jürgen Klopp (FC Liverpool), Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig) und Niko Kovac (Eintracht Frankfurt) seien zwar "allesamt hoch qualifiziert", für den Moment setzen die Bayern-Bosse aber voll auf eine Verlängerung von Heynckes.


"Wir geben uns die Ruhe und werden Gespräche führen. Es kann sein, dass der Trainer diesmal später präsentiert wird als in den Vorjahren, aber wir werden einen Trainer haben", versicherte Rummenigge.