Trainer-Zoff: Mourinho empfindet Verachtung für Conte

Jose Mourinho (r.) hat im Streit mit Antonio Conte nachgelegt

Seit Tagen fliegen zwischen Jose Mourinho und Antonio Conte die verbalen Giftpfeile hin und her - und ein Ende des Trainer-Zoffs ist nicht in Sicht.

Am Freitag legte Manchester Uniteds Coach Mourinho auf der Pressekonferenz nach. Für seinen Kollegen vom FC Chelsea empfinde er nur noch "Verachtung", sagte der Mourinho.

"Ich denke, wenn eine Person eine andere beleidigt, kann man eine Reaktion erwarten", sagte der Portugiese.

"Verachtung bedeutet Ende der Gechichte"

Mourinho ergänzte: "Als er mich das erste Mal beleidigt hat, habe ich darauf geantwortet und einen wunden Punkt bei ihm getroffen. Jetzt hat er mich ein zweites Mal beleidigt und jetzt reagiere ich anders, mit Verachtung und Verachtung bedeutet für mich das Ende der Geschichte."

Mourinho hatte den Streit mit seinem Vorwurf an den heißblütigen Trainer seines Ex-Klubs, sich "wie ein Clown" an der Seitenlinie aufzuführen, provoziert.


Anschließend sagte Conte dem United-Coach in Bezug auf dessen nicht minder ruhigen Verhaltens in der Vergangenheit "Amnesie" nach. "The Special One" ließ diese Anschuldigung nicht auf sich sitzen.

Mourinho trifft Contes wunden Punkt

Mourinho erinnerte den Italiener an dessen angebliche Spielmanipulation vor sieben Jahren. Damals war Conte als Trainer des AC Siena zu einer sechsmonatigen Haftstrafe angeklagt worden, weil er Kenntnisse von Spielmanipulationen nicht gemeldet haben soll. Das italienische Sportgericht sprach ihn letztlich aber frei.

Conte warf Mourinho im Gegenzug eine Doppelmoral vor. "Mourinho war schon in der Vergangenheit in vielerlei Hinsicht ein kleiner Mann, er ist in der Gegenwart ein kleiner Mann und er wird auch in der Zukunft ein kleiner Mann sein", sagte Conte.

Zuletzt hatte sich auch Englands ehemaliger Nationalcoach Fabio Capello in dem Streit zu Wort gemeldet. "Sie haben den Verstand verloren", sagte der Italiener bei Sky Italia.