"Trainer haben viel zu wenig Macht"

Die Trainerentlassungen von Domenico Tedesco bei RB Leipzig und Thomas Reis beim VfL Bochum nach wenigen Spieltagen sorgen in der Bundesliga für Diskussionen.

So schnelles Handeln der Vereine bei kurzzeitigen Krisen stößt bei vielen auf Kritik. So ist auch Jens Keller vom Umgang mit den Trainern im Profifußball alles andere als begeistert. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Der ehemalige Coach von Schalke 04 fand bei Rudi Brückner - Der Talk am Montag auf SPORT1 deutliche Worte.

Keller: Trainerentlassungen „einfach zu schnell“

„Die Trainer sind nicht schuld am Trainer-Karussell. Heutzutage ist es so, dass ein Trainer die Koffer packen kann, wenn er mal drei Spiele verliert. Das geht einfach zu schnell“, betonte der 51-Jährige. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Seit Juni 2020 ist Keller vereinslos. Damals wurde er beim 1. FC Nürnberg entlassen. Zuvor hatte ihn dieses Schicksal bereits bei Schalke, Union und Ingolstadt ereilt.

„Ich denke, dass der Trainer heute viel zu wenig Macht hat. Ich denke, dass drumherum viel zu viele Leute mitreden und Entscheidungen treffen und der Trainer immer weniger Macht kriegt und deshalb auch immer der Erste ist, der entlassen wird“, findet Keller. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Der Coach ist deshalb auch der Meinung, dass sich die Übungsleiter auch selbst umschauen dürfen trotz Anstellung.

„Sobald es nicht mehr läuft, wird relativ schnell gehandelt. Deshalb muss man die Trainer verstehen, wenn sie sich andere Angebote anhören. Als Trainer kann ich so etwas auch offenkundig tun. Ich kann auch zum Verein sagen, dass ich eine Anfrage habe. Vereine sprechen auch ständig mit anderen Trainern“, sagte Keller.

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